Der Ort Obersiemau war im vergangenen Jahr besonders schlimm von Starkregen betroffen. Die Feuerwehr musste dreimal wegen der Wassermassen ausrücken. Besonders heftig war es am Himmelfahrtstag, erinnerte Kommandant Joachim Klimm bei der Hauptversammlung. Dabei sei eine Riesenmenge an Schlamm in ganz Obersiemau beseitigt worden. Zusammen mit den anderen Wehren hätten die Obersiemauer Feuerwehrleute mehrere Keller ausgepumpt und damit größeren Schaden verhindert. "Wir waren dabei mehr als acht Stunden im Einsatz", sagte Klimm und fügte hinzu, leider seien dabei auch unschöne Dinge von den Geschädigten gesagt worden.

Platz unter Wasser

Nur wenige Tage später hat es wieder heftig geschüttet, und die Wehr war bei zwei weiteren Unwettereinsätzen gefordert. Der Sportplatz des TSV Obersiemau, wo zu diesem Zeitpunkt ein Turnier ausgetragen wurde, stand unter Wasser. Dieser Einsatz hatte die ungute Folge, dass ein Motorschaden am Tragkraftspritzenfahrzeug entstand und die Wehr deshalb drei Wochen lang nicht einsatzbereit war.

Dennoch hatte das alles auch etwas Gutes: Der Zusammenhalt zwischen den Wehren aus Birkach am Forst und Obersiemau sei bei diesen Einsätzen gestärkt worden, sagte Klimm. Außerdem seien drei Bürger von der Arbeit der Wehr so sehr beeindruckt gewesen, dass sie sich den Aktiven angeschlossen hätten. So könne die Wehr auf 17 Aktive und drei Jugendliche verweisen.

Freilich ging es nicht ständig rund, es gab auch ruhigere Aktionen oder Veranstaltungen wie das Abholen der Christbäume und die regelmäßig durchgeführten Übungen und Schulungen. Die Wehr nahm auch an der Großübung in Birkach am Forst teil und überprüfte die Hydranten im Ort. Weiterhin wurde das Gerätehaus gründlich gereinigt.

Intaktes Vereinsleben

Der Vorsitzende des Obersiemauer Feuerwehrvereins, Rene Faustmann, konnte von einem intakten Vereinsleben berichten. Dies zeigten die vielen Veranstaltungen, die er in Erinnerung rief, zum Beispiel die erste "griechische Kirchweihveranstaltung mitten in Franken". Bei sechs Vorstandssitzungen sei das Vereinsleben perfekt organisiert worden. In diesem Jahr soll bei der Terminabstimmung zum ersten Mal der Nachbarort Buch am Forst, der zur Stadt Lichtenfels gehört, mit einbezogen werden, kündigte Rene Faustmann an.

Bürgermeister Rolf Rosenbauer stellte in seinem Grußwort fest, dass sich die Aufgaben der Wehren geändert hätten. Eines sei geblieben: Die Wehr vor Ort sei wichtig und notwendig, denn diese kenne die örtlichen Gegebenheiten genau. Die Feuerwehr Obersiemau trage viel zum kulturellen Leben bei. Auch Kreisbrandinspektor Reinhard Hartung bekräftigte die Notwendigkeit der kleinen Feuerwehren. Sie hätten wichtige Aufgaben. So seien die beiden Feuerwehren Obersiemau und Birkach am Forst auch für den ICE Tunnel Lichtenhorst mit zuständig.

Die turnusgemäßen Neuwahlen brachten keine Veränderung im Vorstand (siehe Infokasten). Michael Stelzner