Schüler des Herder-Gymnasiums Forchheim erkundeten die Biodiversität in den heimischen Wäldern. Das Skelett eines Frischlingsschädels, Jagdhund "Brutus", Steinpilze, ein vorbeihuschendes Reh und jede Menge verschiedene Baumarten - all dies konnten die Schüler der Begabtenförderung des Herder-Gymnasiums gemeinsam mit Förster Erich Daum von den Bayerischen Staatsforsten entdecken.

Nachdem sich die Teilnehmer der Begabtenförderung des Gymnasiums letztes Schuljahr mit dem Thema Mobilität beschäftigt hatten, steht dieses Schuljahr das Thema Biodiversität auf der Agenda. An diesem Tag ganz konkret: Welche Pflanzen- und Tierarten sind in den hiesigen Wäldern zu finden? Welche Bäume sind auf den Klimawandel vorbereitet? Was tragen die Forstämter zur Artenvielfalt bei?

Empfangen wurde die Gruppe von Förster Daum in einer Hütte mitten in seinem Oesdorfer Revier. Daum informierte gemeinsam mit vier Studenten der Forstwissenschaften über die Aufteilung in Staatswald sowie kommunalen und privaten Waldbesitz. Dann ging es ab über Stock und Stein: Förster Daum führte die Gruppe zu verschiedenen Baumarten, erklärten die Bedürfnisse der Bäume an die Bodenbeschaffenheit und das Klima und ging insbesondere auf Baumarten (z. B. die Douglasie aus Nordamerika) ein, die mit regenarmen Perioden besser zurechtkommen als herkömmliche Arten wie Eichen oder Fichten. Zusätzlich erfuhren die Schüler, dass auch invasive Schädlinge alte Baumarten in den Wäldern bedrohen und hier nicht alleine der Klimawandel verantwortlich ist. "Eschen und Ulmen sind massiv von eingeschleppten Schädlingen befallen und vom Aussterben bedroht", sagte Förster Daum.

Auch die Abholzungen im Amazonasgebiet wurden thematisiert und darauf hingewiesen, dass es auch früher in Europa zu großflächigen Rodungen gekommen war - wenn auch aus anderen Gründen: Rund ums Mittelmeer und in Großbritannien gab es früher große Waldgebiete, die zum Flottenbau gerodet wurden. Zudem errichtete man die meisten Häuser vor dem Bau von Steinhäusern zunächst aus Holz. red