"Ich möchte euch 10 000 Euro für die Schule geben", so ähnlich lautete die E- Mail, die Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer erhalten hat. Absender war Ingrid Hofmann, Gründerin und Chefin der gleichnamigen Zeitarbeitsfirma mit Hauptsitz in Nürnberg. Nicht nur die Bürgermeisterin war angesichts des unerwarteten Geldsegens sprachlos.

"Ich freue mich einfach nur", meinte Margit Keck, die Schulleiterin, als Ingrid Hofmann mit dem Scheck in die Kombiklasse Drei und Vier kam. Dort ist das Klassenzimmer bereits mit den neuen Möbeln eingerichtet. Die Tische in Dreiecksform sind leicht, haben ein Standbein mit Rad, so dass die Kinder die Tische selbst ganz leicht bewegen können.

Wozu? Es entspricht dem neuen Raumprogramm, Bausteine, die für ein modernes, neues Lernen geeignet sind. Die Kinder können sekundenschnell die Tische für Gruppenarbeit zusammenschieben, einen Kreis aus den Tischen bilden oder die Tische einzeln stehen lassen. Ausreichend Platz zum Arbeiten ist ebenfalls.

Farblich abgestimmt

Dazu passend wurden Stühle in hellem Grün angeschafft. Momentan passt das farblich nicht zur gelben Wand und den orangenen Vorhängen. "Wir renovieren gerade die Turnhalle und die Schule, dann wird das farblich aufeinander eingestimmt", erklärte Gisela Schulze-Bauer. Sowohl Gemeindechefin als auch der gesamte Gemeinderat sind über diesen Geldsegen sehr glücklich.

"Die Möbel sind noch ein großer finanzieller Posten bei der Sanierung", erklärte Bauer. Insofern kam es sehr gelegen, mit den 10 000 Euro aus der Hofmann-Stiftung eines der zwei Klassenzimmer modern und dem neuen Lernen angepasst, einrichten zu können. Diese Stiftung setzt sich vor allem für Kinder und Jugendliche ein, Schwerpunkt ist dabei die Bildung.

Innovation ist das Schlagwort, das Ingrid Hofmann dabei hochhält. Sie selbst sei allem Neuen gegenüber aufgeschlossen und gerade auf dem Land sei es wichtig, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Chancengleichheit zu erreichen. So war sie es auch, die vor 20 Jahren das Computer-Zeitalter erkannte und zunächst ausrangierte PCs ihrer Firma in die Hiltpoltsteiner Grundschule brachte. "Man muss die Kinder früh heranführen", erinnert sich Hofmann.

Nicht übertrieben, aber den Computer pädagogisch sinnvoll zu nutzen, war ihr Gedanke. So wurde die Grundschule immer mit neuen Gerätschaften oder nun eben Möbeln ausgestattet.

Zu den 26 Sitzplätzen - Tische und Stühle - für die 24 Kinder sind auch zwei Regalwände angeschafft worden. Unten ist Platz, um die Schultaschen zu verstauen, Schubläden bieten weiteren Stauraum, und die Tafeln im oberen Bereich sind verschiebbar, so dass die Regale, die sich dahinter verbergen, ebenfalls genutzt werden können und zugleich für Ordnung sorgen.

Die zweite, niedrigere Regalwand dient zugleich als Raumteiler. "Auch alle Lehrer sind begeistert. Es sollen sich hier auch alle wohlfühlen", betonte die Bürgermeisterin. Denn auch die Lehrer waren bei einer Ausstellung dabei und Schulen mit dem neuen Raumkonzept wurden angeschaut, um für die Hiltpoltsteiner Grundschule passende Möbel zu finden. Dass den Kindern das neue Klassenzimmer ebenfalls gefällt, zeigt der besondere Dank, den die beiden Klassensprecher Paula und Nico an Ingrid Hofmann richteten.