von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Münchaurach/Högyész — Seit über 25 Jahren ist der Münchauracher Wolfgang Knobl der barmherzige Samariter für das Kinderheim, das Seniorenheim, die Schule sowie das Krankenhaus in der ungarischen Gemeinde Högyész.
"Da ist nach wie vor Hilfe notwendig", erklärte Knobl nach der Rückkehr seines jüngsten Hilfstransportes. Die Fahrten nach Högyész sind auch nicht gerade mal ein Kurztrip, die Distanz beträgt immer 940 Kilometer, deswegen ist Wolfgang Knobl froh, dass sich immer wieder Freunde finden, die ihn begleiten. Diesmal waren der Münchauracher Dieter Fiebig und der Neundorfer Gerhard Stadie dabei, der auch sein Wohnmobil zur Verfügung stellte. Das reichte aber nicht aus, um alle Sachspenden zu verstauen, also wurde an das Wohnmobil noch der Anhänger der Schlosserei Matthias Tintschl angekoppelt. Ganz nach Tintschls Motto: "Der freundliche Schlossermeister".
Die Adressaten in der ungarischen Gemeinde freuten sich über Schuhe, Kleidung, Kinderbetten, Spielzeug und ärztliche Hilfsmittel sowie Bettwäsche. Wie schon bei den Transporten zuvor steuerten die Aurachtaler den Kindergarten, das Kreiskrankenhaus, die örtlichen Ärzte und die Caritas an, die besonders auf dringend benötige Krankenfahrstühle wartete.

Dankbar für die Hilfe

Die Organisation zeigte sich auch dankbar über Schuhe und Kleidung, um ihre Patienten für den bevorstehenden Winter auszustatten. Denn vor allem ältere Bewohner mit einer kärglichen Rente sollen mit den Spenden aus Aurachtal unterstützt werden.
Da wurden dankbar die über 50 Sehhilfen entgegengenommen, die unter anderem von der Firma Hopf-Optik zur Verfügung gestellt wurden.
Den Besuch aus Aurachtal ließ sich auch der Bürgermeister György Botta nicht entgehen. Zu einem gemütlichen Abend wurden die Aurachtaler von Kellermeister Gyuris János eingeladen, und sowohl der Bürgermeister sowie die Leiterin des Kinderheimes und die Rektorin der Hauptschule bedankten sich herzlich für die Sachspenden.

Kirchweih gefeiert

Dabei hatte die Schulleiterin Martha Stefan noch einen großen Wunsch: "Die Kinder treiben gerne Sport, aber es fehlen die Sportbekleidung, Trainingsanzüge und Sportschuhe."
Damit sind die nächsten Fahrten von Aurachtal nach Högész schon wieder im Terminplan verankert. "Uns geht es gut, deshalb müssen wir besonders den Menschen helfen, die uns freundschaftlich verbunden sind", meinte Wolfgang Knobl.
Außerdem durften die Aurachtaler auch die gerade stattfindende Kirchweih genießen, bei der den Aurachtalern besonders ein Budapester Musikzug in historischen Feuerwehruniformen gefiel. Nach den anstrengenden Tagen, dem fröhlichen Weinabend und der nicht minder anstrengenden Kirchweih gönnten sich Knobl, Fiebig und Stadie eine Erholung im Thermalbad, bevor sie die zwölfstündige Heimreise antraten.