Zu insgesamt zwölf Verkehrsunfällen mit 23 beteiligten Fahrzeugen und einem Gesamtschaden von fast 80 000 Euro kam es über das verlängerte Pfingstwochenende auf den Autobahnen A 70 und A 73 im Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Bamberg. Bei den Verkehrsunfällen wurden glücklicherweise keine Personen verletzt. Unfallursachen waren dabei überwiegend zu geringer Sicherheitsabstand und Fahrfehler, die zu teils erheblichen Sachschäden führten, berichtet die Polizei.

So musste auf der A 73 in Höhe Strullendorf ein 26-Jähriger seinen BMW verkehrsbedingt stark abbremsen. Dies bemerkte die 31-jährige Toyota-Fahrerin noch rechtzeitig und lenkte auf den Seitenstreifen, um ein Auffahren zu vermeiden. Sie wurde jedoch von einem Audi im Heck getroffen, da dessen 19-jähriger Fahrer zu schnell unterwegs war und nicht rechtzeitig abbremsen konnte. Der Toyota wurde dadurch auf den BMW geschoben. Der Gesamtschaden beläuft sich bei diesem Unfall auf rund 17 000 Euro.

Auf der A 70 in Höhe Stadelhofen kam ein Kia-Fahrer ohne Fremdeinwirkung nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte in die Außenschutzplanke. Dabei brach die Aufhängung des rechten Vorderrads, und der Reifen verklemmte sich unter dem Fahrzeug. Der Pkw war nicht mehr lenkbar und schleifte bis zum Stillstand an der Leitplanke entlang. Hier entstand ein Schaden von mindestens 15 000 Euro.

Nach mehreren Hinweisen von Verkehrsteilnehmern auf einen auffälligen Daimler-Benz, der aus Richtung Ludwigstadt bzw. Kronach kommend, am Montagnachmittag die B 173 und die A 73 in Fahrtrichtung Süden in Schlangenlinien befuhr und dabei andere Autofahrer gefährdet hatte, konnte eine Streife der Autobahnpolizei Bamberg den 77-jährigen Fahrer an der Ausfahrt Memmelsdorf anhalten. Beim Fahrer lagen erhebliche körperliche Mängel, insbesondere eine deutliche Übermüdung, vor. Alkohol war nicht im Spiel. Die Weiterfahrt wurde untersagt und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft der Führerschein des Seniors sichergestellt. Die Autobahnpolizei Bamberg bittet unter Telefon 0951/9129-510 um Zeugenmeldungen von Personen, die auf der Strecke zwischen Ludwigstadt und Bamberg durch die Fahrweise des Daimler-Fahrers gefährdet wurden. red