Eine recht übersichtliche Tagesordnung hatte der Zapfendorfer Marktgemeinderat jüngst abzuarbeiten: Es ging um einen Zuschuss zur Sanierung des Pfarrhauses in Kirchschletten und um die ersten Schritte für einen neuen Sportplatz in Sassendorf. Außerdem wurde der neue Ortssprecher des Gemeindeteils Oberoberndorf vereidigt. Nachdem Georg Gehringer sein Amt als Ortssprecher von Oberoberndorf niedergelegt hatte, wählten die Bürger des Gemeindeteils in einer Ortsversammlung einen Nachfolger. In der jetzigen Sitzung wurde nun Klaus Amann vereidigt. Die Ortssprecher vertreten Ortschaften, die früher eine eigenständige Gemeinde waren und die in der jeweiligen Wahlperiode nicht im Gemeinderat vertreten sind. An den Sitzungen nehmen die Ortssprecher nur beratend teil, sie haben kein Stimmrecht.
Der Einleitung des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans in Sassendorf stimmten die Räte einstimmig zu. Hintergrund: Der SV Blau-Weiß Sassendorf möchte am westlichen Ortsrand einen neuen Sportplatz errichten. Zwischenzeitlich sind Finanzierung und Bezuschussung geklärt, so dass nun die detaillierte Planung beginnen kann. Für die Genehmigung des Bauantrags ist die Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans Voraussetzung. Der betroffene Bereich, aktuell landwirtschaftlich genutzt, soll dann als "Grünfläche und Erholungseinrichtung mit dem Zweck Sportplatz" ausgewiesen werden.


Zuschuss für Pfarrhausdach

Die Katholische Kirchenstiftung Kirchschletten will in Kürze die dringend notwendige Sanierung des Daches des denkmalgeschützten Pfarrhauses durchführen. Dazu stelle sie einen Zuschussantrag. Der Gemeinderat beschloss, zehn Prozent der ungedeckten Kosten, maximal 3570 Euro, als Zuschuss zur Verfügung zu stellen. Im Pfarrhaus sind aktuell das Pfarrbüro, ein von der Kirche genutzter Raum, sowie zwei Mietwohnungen untergebracht.


ICE-Baustelle zieht sich

Unter "Sonstiges" hatte Bürgermeister Volker Dittrich auch in Sachen ICE-Baustelle einiges zu berichten: Die Baustelle im Norden von Zapfendorf zieht sich, da es nach wie vor Grundstücksprobleme gebe. Anwohner hätten schon mit einem Baustopp gedroht, sollten die Grundstücksangelegenheiten nicht schnellstmöglich geklärt werden. Auch die Öffnung der Staatsstraße nach Unteroberndorf verzögert sich, vor Ende November/Anfang Dezember werde es wohl nichts. Dafür sei die Fußgänger- und Radfahrerunterführung am Rosengarten nun offen, auch wenn sie auf der
anderen Seite der Bahngleise momentan noch ins Nichts führe. Keine neuen Infos gebe es in Sachen Unterführung in der Ortsmitte am ehemaligen Bahnübergang.