Die Hans-Edelmann-Schule ist in der Umsetzung von Umweltprojekten spitze. Jetzt haben die Schüler des M-Zuges ein großes Insektenhotel gebaut. Vier Wochen lang haben sie gesägt, geschraubt und genagelt, was das "Zeug hält". Es war eine tolle Gemeinschaftsarbeit, die bei der Präsentation auf dem Schulgelände bei den Ehrengästen auf Respekt und Anerkennung stieß.

In einer Power-Point-Präsentation stellten die Schüler Lena Feulner, Sebastian Reis und Antonia Schüßler den zeitlichen Ablauf des Projekts Insektenhotel vor, das mit dem Kampf um einen Apfelbaum am B-Gebäude begann. Sebastian Reis: "Wir haben uns dafür stark gemacht, dass der Baum stehen bleibt und dann ein Apfelprojekt gestartet." So wurden Apfelsaft gepresst, Mus gekocht und Kuchen gebacken. Daneben wurden Blumenkästen von den Schülern bepflanzt, und dabei merkten alle, wieviel Spaß sie an Umweltprojekten haben. So wurde dann die Idee für das Insektenhotel geboren.

Mit der Lehrerin und Umweltbeauftragten Andrea Stößlein und Fachlehrer Thomas Zapf hatten die Schülerinnen und Schüler Partner, die ihnen von der ersten Minute an hilfreich zur Seite standen. Vor der praktischen Arbeit kam erst einmal die Theorie, und hier konnten die Schüler mit dem LBV-Kreisvorsitzenden Erich Schiffelholz einen ausgesprochenen Fachmann gewinnen. Erst dann folgte die praktische Umsetzung.

Lob erhielten die Schüler vor allem von der Umweltbeauftragten Andrea Stößlein: "Ob bei tropischer Hitze oder auch mit Überstunden, ihr habt angepackt und engagiert gearbeitet." Sie dankte besonders Erich Schiffelholz, der immer zur Stelle war, ob mit schwerem Gerät oder mit entsprechenden Materialien. Andrea Stößlein wies auch auf die bisherigen Umwelt-Aktivitäten an der Schule hin und hier insbesondere auf die Blühwiese vor dem Schulgebäude. "Bereits seit Jahren kämpfen wir darum, dass die Naturwiese stehen bleibt, heuer haben wir es offiziell geschafft, wider aller Kritiker."

Daneben gibt es an der Hans-Edelman-Schule auch ein Hochbeet mit Kräutern, das noch um weitere Beete erweitert werden soll. Gegenwärtig ist man damit beschäftigt, Tafeln zu erstellen, die aufzeigen, was an der Schule so alles "kreucht und fleucht". Außerdem wollen die Schüler Regenwurmkästen und Nistkästen bauen, eine Streuobstwiese anlegen, eine Trockenmauer für Schlangen und Eidechsen bauen und ein Rezeptbuch herausgeben. Auch der versumpfte Schulteich soll wieder zum Leben erweckt werden.

Bürgermeister Ralf Hartnack freute sich über das Engagement der Schüler: "Ihr habt den Unterschlupf nicht nur gebaut, sondern euch intensiv mit dem Thema beschäftigt."

Schulrat Michael Hack regte an, dass sich die Hans-Edelmann-Schule für das Siegel "Umweltschule" bewirbt. Werner Reißaus