Vier Familien aus dem Aischgrund, die im Besitz ökologisch wertvoller Moorweiher sind, wurden vor Kurzem von Umweltminister Marcel Huber (CSU) im Schloss Blutenburg bei München mit dem Bayerischen Biodiversitätspreis ausgezeichnet. Sie erhielten den mit 2000 Euro dotierten dritten Preis, heißt es in einer Pressemitteilung des Landschaftspflegeverbands (LPV) Mittelfranken.
Der Preis wird alle zwei Jahre vom Bayerischen Naturschutzfonds verliehen und stand heuer unter dem Motto "Stehende Kleingewässer - (H)orte der Artenvielfalt". "Da müssen unbedingt auch ein paar Weiher aus dem Aischgrund mit dabei sein", haben sich die Projektbetreuer Karin Klein-Schmidt vom LPV und Johannes Marabini vom Umweltamt des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt gesagt und die Naturschutzweiher von vier Familien vorgeschlagen: Familie Geier (Krausenbechhofen), Familie Hollmann (Höchstadt/Nankendorf), Familie Schuhmann (Adelsdorf/Lauf) und Familie Sponsel (Möhrendorf).
Deren Weiher gehören zum "Moorweiherprojekt", das der Landkreis Erlangen-Höchstadt und der Landschaftspflegeverband Mittelfranken seit 1995 betreuen. Es sind sogenannte "Himmelsweiher", die nur von Regenwasser gespeist werden. Als nährstoffarme und saure Teiche sind sie für die Karpfenzucht nicht besonders geeignet, aber ein Refugium seltener Tiere und Pflanzen.


Bedrohte Arten erhalten

Die Familien engagieren sich laut Pressemitteilung seit vielen Jahren mit teils mühevoller Arbeit für den Erhalt dieser Kleinode der biologischen Vielfalt. Mit ihrem Verständnis und ihrer Bereitschaft, die Nutzung der Teiche zu extensivieren, ist es gelungen, vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Darunter sind bundesweit einzigartige Laichkrautbestände, mehrere seltene Wasserschlauch- und Moorlibellenarten sowie die besten Bestände des Moorfrosches in Bayern. Mit dem Preisgeld sollen weitere Pflegemaßnahmen an den Weihern finanziert werden.
Der zweite Preis (3500 Euro) ging an das Projekt "Büffel als Biobagger" vom Bund Naturschutz in Bayern, Kreisgruppe Mühldorf am Inn. Den ersten Preis (7500 Euro und eine Skulptur) bekam die Stiftung Kulturlandschaft Günztal für ihre "Tümpelkampagne". red