Die IHK Nürnberg für Mittelfranken registriert unter Jugendlichen eine konstant hohe Nachfrage nach IHK-Berufen. Bereits 7270 neue Ausbildungsverträge kann die IHK zu Beginn des Ausbildungsjahres verzeichnen, wie die Kammer jetzt mitteilt. Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und somit einem Anstieg zum fünften Mal in Folge - und das trotz des demografischen Wandels.

Wie es heißt, hätten die Betriebe gerne noch mehr Azubis eingestellt, auch sei die Zahl der unversorgten Jugendlichen im Vorjahresvergleich deutlich gesunken. In vielen Branchen gebe es daher unbesetzte Ausbildungsplätze, weil schlichtweg die Bewerber fehlen. Wer bisher noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, hat also gute Chancen, noch in diesem Jahr ins Berufsleben einzusteigen.

Insgesamt 2807 Ausbildungsverträge wurden in technischen Berufen geschlossen, der Zuwachs beträgt hier 0,4 Prozent. Besonders auffallend ist der seit Jahren anhaltende Aufwärtstrend bei den IT-Berufen. Gefragte technische Berufe sind außerdem der Industriemechaniker und der Mechatroniker. Rückläufig sind laut IHK die Ausbildungszahlen beim Mediengestalter Digital und Print sowie beim Medientechnologen Druck.

Auch bei den Kaufleuten ist in diesem Jahr bei den Neueintragungen ein Anstieg um 0,6 Prozent auf 4463 geschlossene Ausbildungsverträge zu verzeichnen. Dieses Plus verteilt sich relativ gleichmäßig auf alle Berufsgruppen. Zwei positive Ausreißer fallen den Angaben der Kammer jedoch auf: Bei der Fachkraft für Lagerlogistik und erstmals seit 2011 auch beim Bankkaufmann sind die Eintragungszahlen deutlich gestiegen.

Momentan sind in der IHK-Lehrstellenbörse alleine in Mittelfranken noch rund 400 offene Ausbildungsstellen gemeldet. Eine Chance für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz bietet die IHK am 4. November von 13 bis 16 Uhr im Interimsquartier der IHK in der Ulmenstraße 52 in Nürnberg.

Die Nachvermittlungsbörse hat als Ziel, unversorgte Jugendliche und Betriebe mit vakanten Ausbildungsplätzen zusammenzubringen. red