Mit fünf Siegen in elf Wettkampfklassen war die Turnerschaft Herzogenaurach der erfolgreichste Verein bei der Gaupokal-Einzelmeisterschaft der Turnerinnen in Eckental, die mit fast 200 Starterinnen einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnete. Mit 40 Meldungen war die TSH nicht nur der teilnehmerstärkste Verein, sondern auch der erfolgreichste des Gaus Nürnberg, Fürth, Erlangen, denn es sprangen drei Kürsiege und drei erste Plätze in den Pflichtwettkämpfen heraus. Zudem gab es drei Mal Silber und ein Mal Bronze.


Bestes Ergebnis in 30 Jahren

Cheftrainer Peter Müller sowie seine Co-Trainer Gunda Schäfer, Astrid Winkelmann, Denise Winkelmann, Christine Endlich, Lena Völkl und Edith Prückel hatten alle Hände voll zu tun, lieferten aber wie die Herzogenauracher Kampfrichter André Zahl, Heike Ebner und Jürgen Joschko einen exzellenten Job ab und freuten sich hinterher über das bisher beste Abschneiden der TSH-Turnerinnen beim Gaupokal, der seit 30 Jahren jedes Frühjahr stattfindet.
In bestechender Form präsentierte sich Chiara Ebner (Jahrgang 2002), die bei der Kür 2 (49,15 Punkte) und beim Pflichtwettkampf nicht zu schlagen war. Dabei zeigte sie zum ersten Mal im Wettkampf eine Schraube am Boden, die sie sicher landete. Auch ihre akrobatische Verbindung mit zwei Bogengängen am zehn Zentimeter breiten Schwebebalken stand sie sicher. Lena Brauburger (Jg. 2004, 47,15 Punkte) und Caroline Winkler (2003, 43,35) folgten ihr mit ebenfalls starken Übungen bei der Kür aufs Treppchen.
Die Kür 3 der Jahrgänge 2005 und 2006 entschied Emilie Endlich mit 47,65 Zählern für sich, die an allen vier Geräten überzeugte. Knapp das Podium verpassten Sania Berschneider als Vierte (43,70), gefolgt von Cecily Thomas und Fiona Joschko, die punktgleich Fünfte wurden (43,45). Antonia Wurzschmitt verletzte sich beim ersten Gerät und brach den Wettkampf ab.
Im Jahrgang 2007 und jünger holte sich Lisa Schwarz mit 40,80 Punkten den Silberpokal. Katharina Siebecke-Yrisarry (Jg. 2001) landete in der Wettkampfklasse 2002 und älter auf Rang 9 (43,10). Bei den Pflichtübungen war die Halle brechend voll. Um die große Zahl an Teilnehmerinnen zu bewältigen, werteten an jedem Gerät zwei Kampfgerichte. Ein logistisches Problem, das die Organisatoren hervorragend lösten.
Mit Maya Echtner (51,10 Punkte) und Luisa Kluy (beide Jg. 2011, 48,40) feierte die TSH einen Doppelsieg bei den Jüngsten. Auch Milena Söllner platzierte sich gut (5., 46,50). Beim Jahrgang 2009/10 starteten 34 Mädchen, die Punktabstände waren meist gering. Franka Böhme wurde Neunte (51,90), vor Bianca Pollotti (10.), Antonia Mehler (13.), Lucy Wotschadlo (15.), Anna-Lena Jassmann (16.), Lilli-Marlen Frohloff (17.), Emma Neumann (22.), Carolin Porsche (24.), Annalena Hassler (25.), Verena Ahnert (32.) und Clara Neumann, die beim Sprung einen Nuller kassierte (34.).
Um 0,1 Punkt am Podest vorbei turnte Lena Winkelmann bei 48 Starterinnen der Jahrgänge 2007/08. Amelie Roy belegte Rang 5, dahinter reihten sich Marlene Winkler (7.), Mattea Böhme (15.), Anne Pfeifer (16.), Natalie Wotschadlo (26.), Lea Echtner (29.), Maelis Andreo (30.) und Lena Toltz (41.) ein.


Melina Winkelmann gewinnt

Auch die Wettkampfklasse 2005/06 war mit 32 Sportlern zahlreich besetzt. Klara Losdorfer wurde Neunte (59,25 Punkte), vor Emma Grumann (12.), Anika Mahr (16.), Sarah Prückel (17.) und Emma Weidhaus (21.).
Eine starke Vorstellung zeigte Melina Winkelmann in der Altersklasse 2003/04: Mit 67,40 Punkten besiegte sie ihre elf Konkurrentinnen und gefiel an allen vier Geräten.
Im Jahrgang 2002 und älter, wo sieben junge Damen antraten, holte sich Chiara Ebner den zweiten Siegerpokal. Mit der Tageshöchstwertung von 67,95 Zählern lag sie über vier Punkte vor der Zweiten. Am Boden erhielt sie mit 18,00 von maximal 19 Punkten die höchste Wertung an einem Gerät insgesamt. Zweitbeste in dieser Disziplin war Melina Winkelmann (17,90). pm