Am Wochenende beginnen in allen unteren Handball-Ligen die Spiele der Saison 2019/20, nachdem in den oberen Ligen der Spielbetrieb bereits seit einigen Wochen auf Hochtouren läuft.

Das Neunerfeld der Frauen-Bezirksoberliga beginnt mit nur zwei Begegnungen sehr zögerlich und ist aus dem heimischen Umfeld nur mit einer einzigen Mannschaft vertreten. Die Zeiten, als der Altkreis Coburg mit der Hut, Turnerschaft, Ahorn, Rodach und Neustadt im Bezirk den Ton angegeben hat, ist vorbei. Alle Erwartungen liegen auf der HG Kunstadt-Weidhausen in der Landesliga ist und in der BOL allein beim TSV Weitramsdorf.

Coburg wurde vom Altkreis Hof abgelöst, der mit Gefrees, Marktleugast, Helmbrechts und Hochfranken fast die Hälfte der Mannschaften stellt. Der TV Münchberg fusionierte mit seinem langjährigen Rivalen TV Helmbrechts. Selbst die ehemaligen Spielkreise Bayreuth und Bamberg haben mit HaSpo II und Creußen (Aufsteiger Bezirksliga Ost), sowie Hallstadt und HG 03 (Aufsteiger West) noch zwei Mannschaften im Spielbetrieb.

So wie die HG 03 Bamberg in der Bezirksliga West den sofortigen Wiederaufstieg schaffte, ist dies in der Ostliga auch dem HC Creußen gelungen, dem Gastgeber am Samstag für den TSV Weitramsdorf. Die TSV-Mannschaft unter ihrer langjährigen Trainerin, der seit kurzem Karin Birkner zur Seite steht, hat für die neue Saison eine Riesenaufgabe vor sich. Nach einem Umbruch steht sie nämlich vor einem personellen Neuaufbau. Es müssen neben Jugendspielerinnen auch zwei Neuzugänge eingegliedert werden. Schon als Spielerin sehr routiniert, wird die über viele Jahre aktive TSV-Trainerin Susanne Tetzlaff dieses Spagat mit ihrem Stab zwar schaffen, aber es braucht sicherlich etwas Zeit. Und es wird ihr bestimmt gelingen, ihre Mannschaft nach Rang acht im vergangenen Spieljahr wieder weiter nach oben zu führen.

Beim Neuling in Creußen, der im Trio der aufstiegsberechtigten Teams mit 8:0 Punkten Meister wurde, ist sicherlich ein guter Prüfstein zum Saisonbeginn. Denn es gibt in dieser Liga noch ganz andere "Kaliber". So vor allem den TV Helmbrechts nach der Vereinigung mit dem TV Münchberg, der zuletzt Vierter in der Frauen-Bezirksoberliga wurde und mit dem aus der Landesliga abgestiegenen TV Helmbrechts eine kleine Macht darstellen wird. Und ausgerechnet dieser Zusammenschluss trifft bereits am ersten Spieltag auf den ebenfalls aus der Landesliga abgestiegenen HSV Hochfranken. Die Liga ist zwar etwas klein, aber es geht gleich mit einem Schlager richtig los.