Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die Raiffeisenbank Hollfeld-Waischenfeld-Aufseß eines der zuwachsstärksten Jahre. Wie das Kreditinstitut mitteilt, sehe man das Jahresergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Über den großen Zuspruch, den wir bei unseren Kunden im Einlagen- und Kreditbereich erzielt haben, freuen wir uns sehr, doch die Zinsspanne erreichte 2017 den niedrigsten Stand in unserer langen Bankgeschichte", erklärt Vorstand Peter Lang. Die Kundeneinlagen stiegen im Jahresvergleich um 6,6 Millionen Euro oder 5,1 Prozent auf 134,5 Millionen Euro.


Positive Zahlen

Das Kreditgeschäft habe sich in diesem Jahr ebenfalls positiv entwickelt. Die Ausleihungen stiegen um 3,1 Millionen Euro bzw. 5,4 Prozent. Hier floss das Geld hauptsächlich in den Wohnungsbau. Das betreute Kundenvolumen stieg durch die hohen Zuwächse im Verbundgeschäft sogar um 7,0 Prozent auf den neuen Höchststand von 309 Millionen Euro. Einen großen Sprung machte auch die Bilanzsumme der Bank. Sie stieg um zwölf Millionen auf 163,5 Millionen Euro. Auch dies ist einer der höchsten Zuwächse in der Bankgeschichte, so die Aussagen der Bank. Ein Wermutstropfen seien die rückläufigen Ergebnisse. 82 000 Euro wurden in Summe weniger an Zinsen eingenommen. "Im Branchenvergleich konnten wir uns gut behaupten", erläutere der neue Vorstand Heiko Dippold. Seit dem 1. Januar dieses Jahres steht er in der Verantwortung. Er ist der Nachfolger von Vorstand Hans Hofmann, der sich nach 29 Jahren im Vorstand der Bank in den Ruhestand verabschiedet hatte.


125-jähriges Jubiläum

Die Raiffeisenbank feiert heuer ihr 125-jähriges Bestehen. Der älteste Standort ist Aufseß. Bei Nachforschungen im Registergericht findet man das Datum 30.12.1893, wo der Aufseßer Spar- und Darlehenskassen-Verein erstmals registriert wurde. Im Jahr darauf folgten die Vereine in Breitenlesau, Hannberg, Königsfeld, Nankendorf, Waischenfeld und Weiher. red