Um die Verbundenheit zur Einrichtung zu bekunden, fand die Klausurtagung der CSU-Kreistagsfraktion in der Laufer Mühle statt, wo Gesamtgeschäftsleiter Michael Thiem die Politiker um Fraktionsvorsitzenden Walter Nussel herzlich begrüßte. Nach einem Rundgang, bei dem Thiem die soziotherapeutische Suchteinrichtung vorstellte, ging es zum politischen Teil des ganztägigen Treffens über.

Im Mittelpunkt stand der Kreishaushalt 2020. Für Kreiskämmerer Markus Vogel war dies eine Premiere und dazu gleich eine erfreuliche. Denn auch 2020 kommt der Landkreis ohne Kreditaufnahme aus. Dieses Kunststück war übrigens im Vorjahr zum ersten Mal gelungen.

Landrat Alexander Tritthart stellte heraus, dass für ihn der weitere Ausbau des Öffentli-chen Nahverkehrs (ÖPNV) ein Hauptanliegen sei. Er sprach sich für das 365-Euro-Ticket für alle aus, bevor das Thema Kreiskrankenhaus Höchstadt ange-gangen wurde.

Für dieses macht sich mit Nachdruck MdL Nussel stark, da es für die Versorgung der Region sehr bedeutsam sei, vor allem, nachdem mit der Uni-Klinik Erlangen zusammengearbeitet wird. In die Erweiterung wurden 17,1 Millionen Euro investiert, wobei der Freistaat insgesamt 13,9 Millionen Euro beisteuert. Auf den Kreis entfallen somit lediglich 3,2 Millionen Euro. Im Frühjahr soll alles fertig sein.

Nussel, der ein Verfechter der Digitalisierung ist, betonte, dass diese vor allem für die Schulen "ganz, ganz wichtig" sei. 4,08 Millionen werden deshalb im Haushalt dafür bereitgestellt. Der Höchstadter Michael Schwägerl informierte ausführlich zum Thema Schulen und Lehrkräfte.

Ein großer Brocken ist der Neubau des Spardorfer Gymnasiums. Mit einem Investitionsvolumen von über 50 Millionen Euro übertrifft es sogar das neue Landratsamt. Diese Maßnahme konnte zur Freude von Landrat Tritthart im Kosten- und Zeitrahmen abgeschlossen werden.

Erfreuliches vermeldete schließlich Bezirksrätin Ute Salzner. Ihren Worten zufolge ist keine Erhöhung des Hebesatzes für die Bezirksumlage vorgesehen, so dass sich auch der Hebesatz für die Kreisumlage zur Freude der Gemeinden nicht verändert. red