Der Wintereinbruch blieb in diesem Jahr im Januar aus. Dennoch reagierte der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Bamberg-Coburg mit dem jahreszeitlich üblichen An-stieg der Zahl der Arbeitslosen.

Dabei stieg im Landkreis Forchheim im Januar die Arbeitslosigkeit saisontypisch am kräftigsten. Die Arbeitslosenzahl kletterte in den vergangenen vier Wochen um ein Vier-tel (+25,6 Prozent) bzw. 418 Personen auf 2053. Vom Anstieg waren überwiegend (83,3 Prozent) Männer betroffen. Das ist daruf zurückzuführen, dass es bei temporärer Eintrübung der Konjunktur - zumal im Winter - primär zu Freistellungen in der Produktion und Fertigung kommt, in der mehrheitlich Männer beschäftigt sind.

Die Zahl der Arbeitslosen liegt um 3,1 Prozent (+62 Personen) über der vom letzten Jahr. Im vergangenen Monat verloren 12,6 Prozent mehr Personen ihre Beschäftigung als in 2019. Gleichzeitig fanden 6,6 Prozent mehr Menschen einen neuen Arbeitsplatz als im letzten Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt mit 3,0 Prozent auf dem Vorjahresniveau. Das ist - trotz allem - Vollbeschäfti-gung.

Bis Ende Januar bekam der Arbeitgeberservice 180 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatzangebote gemeldet, 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bestand gibt es 709 Stellen, 27,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit stieg in den vergangenen vier Wochen um 1949 Personen (+19,4 Prozent) auf 11 970. red