Zum dritten Mal zogen sich Gemeinderäte, die Verwaltungsspitze sowie einige in den Prozess eingebundene Bürger im Rahmen des Projekts Kommunalmarketing zu einer Klausurtagung in Wagners Hotel in Steinwiesen zurück. Gemeinsam wurde über die künftige Entwicklung der Marktgemeinde Steinwiesen beraten und über richtungsweisende Zielsetzungen diskutiert.
Zur Einführung ging Rainer Kober, Vorsitzender von Kronach Creativ e. V., auf die Zielsetzung des Projekts Kommunalmarketing ein. Gemeinsam mit Projektmanagerin Margarita Volk-Lovrinovic begleitet er insgesamt drei Modellgemeinden im Landkreis Kronach auf ihrem Entwicklungsweg.
In enger Zusammenarbeit mit der Gemeindeführung werden die Gemeinden Steinwiesen, Stockheim und Steinbach am Wald zunächst bei der Ermittlung und Weiterentwicklung ihrer wesentlichen kommunalen Stärken und Ziele beratend unterstützt und anschließend bei ihrer wirkungsvollen Kommunikation in die Bürgerschaft intensiv begleitet. Durch eine klare Zielausrichtung für die Zukunft soll bürgerschaftliches Engagement in den Gemeinden aktiviert werden.
Nach den letzten beiden Klausurtagungen stand fest, dass die Marktgemeinde Steinwiesen eine gute Basis für die weitere Entwicklung bietet. Neben einer soliden Infrastruktur überzeugt die Gemeinde vor allem durch ihre landschaftlich reizvolle Lage.


Einwohnerrückgang fordert

Herausforderungen ergeben sich durch die demografische Entwicklung. Nach heutigen Prognosen wird die Kommune weiter an Bevölkerung verlieren. "Diese Herausforderungen wollen wir als Chance für Weiterentwicklung nutzen!", erklärte Bürgermeister Gerhard Wunder.
In enger Abstimmung mit der Gemeindeführung wurde zuletzt ein Aktionsplan mit konkreten kommunalen Zielen und entsprechenden Maßnahmen entwickelt und während der jüngsten Klausurtagung vorgestellt. Die Grundlage für den Aktionsplan bilden die unverwechselbaren Werte der Gemeinde: Natur- und Heimatverbundenheit, Gastlichkeit und Geselligkeit.
Mit einer verbindenden Zielorientierung "Draußen bei uns" will die Marktgemeinde sich noch stärker touristischen Themen widmen und damit wichtige Weichen in Richtung Zukunft stellen. Damit dies gelingt, soll die Einzigartigkeit der Natur und der Landschaft inszeniert, die Waldkultur weiterentwickelt und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Weiterhin will die Gemeinde das Miteinander der Ortsteile stärken und attraktiven Wohnraum sowohl für Neubürger als auch für Einheimische schaffen.


Gelegenheit zum Mitmachen

Um die festgelegten Ziele in die Bürgerschaft zu tragen und Eigeninitiative herauszufordern, möchten die Projektkoordinatoren im nächsten Schritt wirkungsvolle Schlüsselprojekte initiieren und damit Gelegenheit zum Mitmachen bieten.
Professionelle Unterstützung bei der Kommunikation der Ziele in der Bürgerschaft erhalten sie von der Marketingagentur "Ideenhaus" aus Nürnberg. Maximilian Kratzer, Vertreter der Agentur, stellte in seiner Präsentation die Zwischenergebnisse der Zusammenarbeit vor. "Wir wollen bei der Entwicklung von Botschaften uns auf die wesentlichen Stärken der jeweiligen Gemeinde konzentrieren. In Steinwiesen spielt der Tourismus eine zentrale Rolle."
Geschäftsstellenleiter Rainer Deuerling zeigte sich mit dem Ergebnis der Klausurtagung äußerst zufrieden: "Das war eine gute Veranstaltung! Mit der Festlegung künftiger Ziele und dem konkreten Aktionsplan für das weitere Vorgehen haben wir einen wichtigen Projektmeilenstein erreicht".
Abschließend bedankte sich Bürgermeister Gerhard Wunder für die gute Zusammenarbeit und die kompetente Unterstützung durch das Projektteam. "Mit dem Projekt Kommunalmarketing wollen wir die Zukunftsfähigkeit unserer Heimatgemeinde weiter festigen. Wir sind auf einem guten Weg und ich bin mir sicher, dass wir es gemeinsam schaffen", so der Bürgermeister.