Sehr zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen des Hotel- und Gaststättenverbands des Landkreises Lichtenfels bei ihrer Jahreshauptversammlung mit dem Zuwachs beim Tourismus im Landkreis. Vorsitzender Volker Gagel konnte auf ein herausforderndes Jahr zurückblicken.

Der Verband hatte im letzten Jahr einen Zuwachs von drei Mitgliedern 74 zu verzeichnen. Besonders wichtig waren wieder die gemeinschaftlichen Tätigkeiten. Besucht wurden die drei Landestreffen, die drei Bezirkstreffen und die Fachbereichstagungen. Die Zusammenschlüsse der Verbände sind auch überregional immer wichtiger. Trotz der schwierigen Personalsituation könne man optimistisch in die Zukunft blicken.

Weismains Zweiter Bürgermeister Hans Schott ging auf die Situation in und um die Stadt ein. Ein Problem sei es, dass immer mehr Gastwirtschaften ihre Öffnungszeiten einschränken müssten oder gar ganz schlössen. Deshalb müsse man denen dankbar sein, die diesem Trend trotzen: "Das Wirtshaus gehört auf dem Jura und in der Stadt einfach dazu."

Bezirksvorsitzende Andrea Luger hatte interessante Zahlen dabei. Das abgelaufene Jahr bezeichnete sie für den Tourismus in Oberfranken als ein sehr positives. So konnte bereits im vierten Jahr nacheinander ein deutlicher Zuwachs bei den Ankunfts- und Übernachtungszahlen verbucht werden. Insgesamt beträgt somit die Zahl der Übernachtungen in Oberfranken im Jahr 2018 deutlich über fünf Millionen.

Mehr Gäste

Die Bettenauslastung lag in Oberfranken bei 39,6 Prozent und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei fast drei Tagen. Die Zahl der Ankünfte stieg dabei um 4,9 Prozent, die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent. Das sei sehr erfreulich. Es gab aber auch regionale Unterschiede. Eindeutig sei weiterhin festzustellen, dass der Trend zum Kurzurlaub und zum Städtetourismus auch im Vergangen Jahr angehalten habe.

Die Übernachtungszahlen in Bad Staffelstein seien leicht gesunken. Dennoch sei anzumerken, dass Bad Staffelstein rund drei Viertel aller Übernachtungen im Landkreis Lichtenfels aufweise.

Allerdings drücke die Hotellerie und Gastronomie aber hin und wieder auch der Schuh. Das Arbeitszeitgesetz müsse endlich flexibler werden. Und auch Bürokratieabbau sei dringend erforderlich: "So etwas wie die Datenschutzgrundverordnung und ihre Umsetzung im letzten Jahr raubt unseren Mitgliedern den letzten Nerv und kostet Geld, insbesondere wenn dann noch die Angst von der Abmahnindustrie umgeht."

Zuversichtlich stehe die Branche der neuen Staatsregierung gegenüber. Die entscheidenden Weichen seien gestellt, Versprechen zu Verbesserungen reichen jedoch nicht. "Worten müssen endlich Taten folgen", forderte Luger. Sie ist jedoch optimistisch, dass in Zusammenarbeit mit der Staatsregierung und der Kampagne "Zukunft für das Gastgewerbe" einiges bewegt bzw. auf einen besseren Weg gebracht werden könne.

Die Vorstandswahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender ist Volker Gagel, stellvertretende Vorsitzende sind Georg Müller und Johannes Ostler. Der Schatzmeister heißt Roland Zeis und die Schriftführerin Melanie Wolf, Kassenrevisoren sind Jochen Hofmann, Christian Dinkel und Birgit Müssel-Rosenbauer.

Delegierte sind Volker Gagel, Georg Müller und Johannes Ostler, Ersatzdelegierte sind Alfons Deuber, Melanie Wolf und Roland Zeis. Roland Dietz