Die Hälfte der beliebten "Sommerreisen" des Historischen Vereins Landkreis Haßberge ist vorbei. Vor einigen Jahren ließ sich das Ausschussmitglied Burkard Hauck eine Tour einfallen, bei der Objekte auf dem Programm stehen, die nicht auf der Agenda der üblichen Besichtigungen zu finden sind. Schwerpunkt der diesjährigen Reisetermine war bisher die Kreisstadt Haßfurt und ihre nähere Umgebung.

So wurde zunächst das aus dem 16. Jahrhundert stammende Wohnhaus der Familie Kehl in der Oberen Hauptstraße besucht, in dem sich die "Hasen-Apotheke" befindet. Als nächstes stand der Besuch des ehemalige Zisterzienserinnenklosters Mariaburghausen auf dem Programm, das eigentlich "Marburghausen" hieß, wie Vereinsvorsitzender Wolfgang Jäger den interessierten Zuhörern erklärte. Bereits im Jahr 1582 wurde das Konvvent Marburghausen durch Fürstbischof Julius Echter aufgehoben, so Jäger weiter. Schließlich wurde der kürzlich bezogene Neubau des Amtsgerichts besichtigt, dessen Zugang nur über eine Sicherheitsschleuse möglich ist.

Getrennt nach Konfessionen

Die nächste Reise führt ins Ebener Land, und zwar nach Jesserndorf. Der kleine Ort mit etwa 200 Einwohnern ist überwiegend katholisch, aber auch der protestantische Bevölkerungsteil ist nicht unbedeutend. Beide Konfessionen haben ihre eigene Kirche und bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein gab es sogar je eine eigene Schule für die evangelischen und die katholioschen Bürger. Selbst die Wirtshäuser waren vorwiegend konfessionsgetrennt.

Abweichend von der üblichen Regelung findet dieser Termin nicht am Donnerstag, sondern am Freitag, 17. August, statt. Die Teilnehmer treffen sich vor Ort auf dem schön gestalteten Dorfplatz von Jesserndorf um 17 Uhr.

Eingeladen sind - wie stets bei Veranstaltungen des Historischen Vereins - nicht nur Vereinsmitglieder, jeder Interessierte kann an den Besichtigungstouren abseits der bekannten Routen teilnehmen.

Besuch der Klosterschwestern

Ziel der Reise am nächsten Donnerstag, 23. August, ist der Riedberger Ortsteil Kreuzthal, der ehemals "Sturs" hieß und der Ursitz der Marburghäuser Klosterschwestern ist. kk