Das Projekt "Marktplatz der Artenvielfalt" ist auch bei den Bayerischen Staatsforsten weit oben auf der Agenda. Bei einer Waldführung, unter der sachkundigen Leitung von Forstbetriebsleiter Fritz Maier wurden die Herausforderungen der Zukunft für das rund ein Dutzend starke Teilnehmerfeld verständlich erläutert.

Der Betriebsleiter ging auch auf die Geschichte des Buchenwaldes ein. Die Fichte sei aufgrund von menschlichen Bedürfnissen erst viel später gekommen. Sie war aus wirtschaftlicher Sicht in den vergangenen Zeiten immer lukrativ. Risiken für den Flachwurzler seien aber immer schon die Trockenheit und Stürme gewesen. Speziell die Trockenheit in den vergangenen zwei Jahren habe die Fichte geschwächt. Prognosen zufolge werden sich die Temperatur weiter nach oben entwickeln und es immer mehr Extremsituationen geben. Um dieses Risiko zu minimieren, habe man schon seit Jahren auf die Mischkultur mit verschiedenen Baumarten gesetzt. Zentrale Aufgabe der Forstbetriebe war es in der Vergangenheit den Wald vielschichtig zu gestalten, so Maier.

Alte abgestorbene Bäume bieten vielen Tieren Lebensmöglichkeit. Es sollten deshalb auch Bäume und vor allem die Äste im Wald belassen werden, um wiederum Nährstoffe zu gewinnen.

Logischerweise sollte aber die Käferproblematik im Auge behalten werden. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft werde vernünftig betrieben, was auch dem Wald gut tue.

Wegen der Klimaerwärmung müsse man sich noch vielschichtiger aufstellen, denn bei einer Erwärmung von vier Grad werde es viele Baumarten nicht mehr geben.

Der Projektbeauftragte Michael Büttner ging auf nützliche Tierarten im Wald ein. Besonders Vögel und Insekten sind für die Artenvielfalt nötig. Deshalb biete der Forstbetrieb neben Totholzbäumen auch Nistkästen für unterschiedliche Vögel an.