Geburtstage sind immer eine tolle Sache: für den Einladenden, der - hoffentlich - in Glück und Gesundheit ein Jahr älter werden durfte, und für die Gäste, die sich nicht nur mit und auf den Gastgeber freuen, sondern auch auf all die Kumpels, die man vielleicht schon wochenlang nicht mehr gesehen hat. Natürlich auch auf die Kalorien, die bei solchen Anlässen während des ganzen Tages locken.
Sauerbraten mit Klößen gab es am vergangenen Wochenende bei einem guten Freund, Schnitzel mit Kartoffelsalat als Alternative. Wer beides kosten wollte - bitteschön. Und zur Freude vor allem der Damen lockten selbst gebackene Torten und Kuchen en masse. Während die Herren nach dem Hauptgericht zumeist beim Bierfass anstanden, zeigte sich das schwache Geschlecht am süßen Büffet ganz stark.
Nachdem sie sich Schwarzwälder Kirsch & Co. tellerweise einverleibt hatten, unterhielten sich einige Frauen - von schlanker Figur, wohlgemerkt! - über den Mittleren Ring. Nein, sie meinten nicht die 28 Kilometer lange Hauptverkehrsader von München, sondern die kleine Wölbung an ihrem Bauch, die sich allenfalls dann zeigte, wenn sie etwas ungünstig auf dem Stuhl saßen. Hallo, Mädels, welche Sorgen habt Ihr eigentlich sonst so?
Ein männlicher Gast, der schmunzelnd zugehört hatte, strich mit der Hand über seine, zugegeben etwas größere, Wölbung und sonderte dann seinen Kommentar ab: "Mir is des worschd. Ich bin so, wie ich bin!"
Ob sich die Damen diese Haltung zu eigen machen können, wage ich allerdings zu bezweifeln. Peter Müller