Um den Bergbau in Peru und soziale Konflikte am Titicacasee dreht sich der Film "Titicaca und die verschwundenen Gesichter" des peruanischen Filmemachers Heeder Soto. Der Streifen wird am Dienstag, 17. Oktober, um 19.30 Uhr im Höchstadter Kulturkino in der Koslinger Straße gezeigt.
Wie es in einer Pressemitteilung der Organisatoren heißt, handelt der Film von den Problemen in der peruanischen Region Puno am Titicacasee sowie auf der bolivianischen Seite des Sees, ihren Ursachen und Konsequenzen. Er verdeutlicht anhand von Zeitzeugenberichten, wie es zu Menschenhandel kommt, wie Flüsse durch Bergbau vergiftet werden und welche Krankheiten Menschen und Tiere haben.
In einem Schwenk nach Deutschland nimmt der Film in Interviews mit deutschen Aktivisten Bezug zum Widerstand gegen den Braunkohleabbau. Der Filmemacher Heeder Soto ist Künstler, Ethnologe und Dokumentarfilmer aus Ayacucho in Peru.


Moderiertes Gespräch

Die Sondervorstellung ist eine Veranstaltung des Vereins Förderung der Filmkultur Höchstadt in Kooperation mit der Kampagne "Bergwerk Peru - Reichtum geht, Armut bleibt" im Rahmen der dritten Alternativen Rohstoffwoche. Ziel der Kampagne ist es, die Auswirkungen des Bergbaus auf Mensch und Umwelt in Peru in die deutsche Öffentlichkeit zu tragen. Der Herzogenauracher Hans Meister von der Initiative "Bergwerk Peru" wird durch die Veranstaltung führen, der sich ein Publikumsgespräch anschließt. Der Unkostenbeitrag liegt für Erwachsene bei fünf Euro und für Schüler bei drei Euro. red