Einhundert Jahre Frauenwahlrecht - einhundert Jahre Zonta Club, aus diesem Anlass hatten die Zonta-Frauen die Idee einen Kalender mit dem Thema "Zur Wahl gehen, zur Wahl stehen" erstellt. Zwölf Frauen aus Herzogenaurach, die gewählt wurden oder zum ersten Mal wählen durften, stellen sich vor.

Alter spielt keine Rolle

Die jüngste Gewählte ist Julia Al-Quassar mit acht 8 Jahren. Sie wurde zur Klassensprecherin der 3. Klasse der Carl-Platz-Schule, Herzogenaurach gewählt. Sie erzählt: "Wichtig ist, dass man es niemanden verrät, es soll geheim bleiben, niemand darf auf den Zettel schauen. Ein Klassensprecher oder Klassensprecherin sollte freundlich und hilfsbereit sein." Sie erzählte aber auch von ihrer Freundin Emilia, die im September abgeschoben wurde. "Ich wünsche mir, dass Familien aus Herzogenauracher Emilia helfen."

Auch Alev Ekici ist soziales Engagement sehr wichtig. Sie hat sich in den Vorstand des Kaya-Vereins wählen lassen. Ekici meint: "Mir ist es sehr wichtig zur Wahl zu gehen in dem Land, in dem man wohnt." Auch drei Erstwählerinnen, einmal für die Wahl für den evangelischen Kirchenvorstand und zwei für die Wahl für den Landtag, finden es wichtig zur Wahl gehen.

So wie die 15-jährige Friederike Luise Ruß, Erstwählerin bei der den Evangelischen Kirchenvorstandswahlen. Sie sagt dazu: "Zur Wahl gehen, bedeutet für mich, durch Abstimmung diejenige zu unterstützen, die meine Meinung teilen." Susan Rey ließ sich wegen des Brexits einbürgern und durfte zum ersten Mal an den Landtagswahlen teilnehmen. "Wir nehmen das Frauenwahlrecht so selbstverständlich. Damals wurden Frauen deswegen ins Gefängnis geworfen." Im Kalender werden noch Edith Roppel, Mitglied des Seniorenbeirates und vorsitzende Heimbeirätin im Seniorenheim, Anna Herrmann, Hanna Köhler, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei Schaeffler, die Schülerin und Erstwählerin bei den Landtagswahlen, die Schulsprecherin der Mittelschule Stefanie Engelhardt, Klassenelternsprecherin in der Carl-Platz-Schule Tanja Wiesneth, Stadt- und Kreisrätin Doris Wüstner vorgestellt.

Keine Selbstverständlichkeit

Christine Edgar, Präsidentin des Zonta Clubs Herzogenaurach, hat sich ebenfalls zur Verfügung gestellt. Sie postuliert: "Nichts ist selbstverständlich und es gibt viel zu tun! Ich bin dabei! Zur Wahl gehen - zur Wahl stehen."

Ehrenamtlich hat Marianne Meschendörfer die Porträts für den Kalender fotografiert, sie ist Mitglied im Fotoclub Fürth. Der Kalender wurde auf den Weihnachtsmarkt in Herzogenaurach vorgestellt. Den selbigen kann man beim evangelischen Pfarramt Herzogenaurach, Ellwanger und auf dem Weihnachtsmarkt in Herzogenaurach beim Zontastand für zehn Euro erwerben. Der Erlös steht den Zonta-Projekten zur Verfügung.

Zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland, aber nicht nur, veranstaltet der Zonta Club Herzogenaurach verschiedene Veranstaltungen. Wie zum Beispiel am 17. Januar um 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus. Dort gibt es einen Vortrag von Heiner Bielefeldt zum Thema: "Frauenrechte als Menschenrechte: Feministische Durchbrüche in der Geschichte und Gegenwart."