Dass die Gemeindeverbindungsstraße Mainleus-Heinersreuth dringend saniert werden muss, ist seit Jahren unstrittig. Doch die Realisierung ist alles andere als einfach. Bei der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates stellten Markus Hopfengärtner und Karlheinz Koch vom Ingenieurbüro Singer Consult die Maßnahme detailiert vor. Der Landkreis Kulmbach wird sich an den Baukosten mit 115 000 Euro beteiligen, weil die Einmündung von der Kreisstraße KU 6 erfolgen soll. Realisiert werden soll die Straßensanierung im nächsten und übernächsten Jahr. Schon jetzt ist mit einer Kostensteigerung von 214 000 Euro zu rechnen, sagte Koch klipp und klar.


Ampel beim Freibad

Beim Freibad muss - aus rechtlichen Gründen - eine Ampel installiert werden. Im vorderen Bereich der Straße, nach der Einmündung Kreisstraße ist die Straße breiter. Dann führt die Gemeindeverbindungsstraße harmonisch auf die bisherige Trasse.
Insgesamt wird die Sanierung und Erneuerung der Straße rund 1,755 Millionen Euro kosten. Die Bauarbeiten sollen in einem Zug durchgeführt werden, allerdings müsse auf den Freibadbetrieb und auf die Landwirtschaft Rücksicht genommen werden, wandten die Markgemeinderäte ein.
Brigitte Lauterbach kämpfte für den Erhalt der Bäume.
Frank Wiesel von der Bauverwaltung des Marktes Mainleus erläuterte, dass nur ein Baum fallen müsse und bot an, den landschaftspflegerischen Begleitplan offenzulegen. "Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass es ohne eine Beeinträchtigung nicht gehen wird", machte Bürgermeister Robert Bosch (CSU) klar.


60 Prozent Förderung?

Ausgeschrieben werden soll die Maßnahme in einem Los. Der Markt Mainleus stellt jetzt bei der Regierung von Oberfranken einen Zuwendungsantrag. Die Sanierung der Straße könne mit bis zu 60 Prozent gefördert werden. Eingeplant werden sollen die Kosten in den Haushalten 2018 und 2019.
Karlheinz Koch machte klar, dass die Durchführung der Baumaßnahme eine Herausforderung sei. Denn der Fertiger müsse die stark ansteigende Straße, die ein Gefälle von 16 Prozent aufweise, befahren. Außerdem sei die Terminierung nicht einfach. Im weiteren Verlauf sei die Straße - auch nach der Erneuerung - etwa 4,50 Meter breit. Das Bankett werde befestigt, so dass man auf eine Gesamtbreite von sechs bis 6,50 Meter komme. Ausweichmöglichkeiten können wegen der beengten Verhältnisse nicht angelegt werden, so Koch.
Bei der Gemeinderatssitzung ermächtigten die Räte die Bauverwaltung, den Auftrag an die günstigste Firma zu vergeben.