Der CSU-Ortsverband Meeder zog anlässlich seiner Hauptversammlung mit turnusgemäßen Neuwahlen eine durchaus positive Bilanz. Vorsitzender Matthias Korn betonte in seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht, dass sich einiges in Meeder getan habe und auch in Zukunft tun werde.

"Wir haben ein bewegtes Jahr hinter uns. Ein Jahr mit vielen Ereignissen und Begegnungen. Ein Jahr voller Erfolge, auf die wir mit Stolz zurückblicken dürfen. Es war aber auch ein Jahr, in dem wir kleine Niederlagen einstecken mussten." Bei Letzterem machte er eine Anspielung auf die Namensgebung zur Autobahnraststätte "Lange Berge"/"Coburger-Land".

Mit diesen Worten eröffnete der CSU-Ortsvorsitzende Matthias Korn seinen Jahresrückblick. Weiter sagte er: "Erfolgreich durften wir aus den Wahlen im vergangenen Herbst hervorgehen und mit Stolz auf die Ergebnisse blicken. So konnte man doch gegen zwei politische Schwergewichte und Urgesteine der Sozialdemokraten das Direktmandat für den Landtag mit Martin Mittag und den Bezirkstag mit Sebastian Straubel verteidigen." Stolz könne man aber auch auf den fairen Landratswahlkampf sein. Die Bürger wollten keine Angriffe auf den Mitbewerber. Sie hätten gezeigt, dass man auf ein Miteinander setzt, und auf kommunaler Ebene könne es auch nur gemeinsam funktionieren. Korn: "So dürfen wir seit 10. Februar mit Stolz sagen: ,Wir sind Landrat!‘"

Matthias Korn warf aber auch einen Blick auf die bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen. "Wir stehen vor einem Jahr, das nicht nur eine Weggabelung für Europa wird. Werfen wir Europa oder auch die Landesregierungen in einigen Bundesländern den Populisten von links und rechts vor die Füße oder geben wir es den Menschen zurück?" Nachdenklich stimmten hier allerdings die letzten schlechten Wahlbeteiligungen. Korn gab Denkanstöße: "Können wir die Bürger wieder dazu bewegen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen? In vielen Ländern kämpft man heute noch für Demokratie und Wahlrecht - wir aber wollen nur noch unsere Rechte einfordern, ohne dabei an die demokratische Wahl- Pflicht zu denken."

Im weiteren Verlauf ließen Matthias Korn und Bürgermeister Bernd Höfer die politische Arbeit im vergangenen Jahr Revue passieren. Hierbei wurden die verschiedenen Projekte innerhalb der Gemeinde, wie die Sanierung der Kläranlage und Staatsstraße 2205 mit Anbindung der Milchwerke, angesprochen. Im Baubereich versuche man möglichst viele Vorhaben zu verwirklichen und Kosten durch Synergieeffekte - wie bei den anstehenden Brückenbaumaßnahmen - zu sparen. Auch das Thema Bau- und Gewerbegebiete betrachtete Bürgermeister Höfer näher. "Wir freuen uns, dass es für ein Gewerbegebiet mit Nahversorgung in Wiesenfeld Interessenten gibt, die hier etwas verwirklichen möchten", so Bernd Höfer. red