Die Stettfelder Dorfgemeinschaft lud in die Kegelbahn zur Wahlveranstaltung im Rahmen der kommenden Gemeinderats- und Kreistagswahl ein. Der überfüllte Raum zeugte laut Dorfgemeinschaft vom großen Interesse der Stettfelder, wie aus einer Mitteilung der Freie-Wähler-Gruppierung hervorgeht. Der Vorsitzende Werner Rümer moderierte. Die Bürgermeisterkandidatin Diana Galefske stellte sich vor.

Der stellvertretende Landrat und ehemalige Bürgermeister von Rauhenebrach, Oskar Ebert (Freie Wähler), hielt ein Plädoyer für das Engagement junger Leute in der Kommunalpolitik. Die Finanzierbarkeit sei der wichtigste Faktor bei der Realisierung von Projekten. Die Freien Wähler setzten sich unter diesem Gesichtspunkt im Landkreis vor allem für die medizinische Grundversorgung, Krankenhäuser, die Bildung und die Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel ein, sagte er. Zum Stichwort erneuerbare Energien sprach er explizit die Windkraft an, die durch die 10H-Regel aktuell ausgebremst werde. Hier bestehe Handlungsbedarf, erklärte Ebert. Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen seien kritisch in Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung zu sehen. Die Wasserstofftechnologie wäre laut Ebert eine zukunftsweisende Technologie. Der Landkreis solle hier aktiv werden.

Rechtlerstreit soll enden

Die Listenkandidaten für die Gemeinderatswahl stellten sich und ihre Ziele vor. Ihnen sind vor allem Transparenz in der Gemeindepolitik, die Beilegung des seit vielen Jahren schwelenden Rechtlerstreits sowie eine zukunftsfähige Dorfentwicklung und neue Bauplätze wichtig, wie es hieß.

Die Bürgermeisterkandidatin erläuterte ihre Vorstellungen von Kommunalpolitik. Die gebürtige Stettfelderin ist vor sechs Jahren zurück in das Dorf gezogen und seitdem liegt ihr die Kommunalpolitik am Herzen. Sie sieht sich als frischer Wind, der neue Ideen und Bürgernähe mit sich bringt. Diana Galefske tritt für die Dorfgemeinschaft als Bürgermeisterkandidatin an, weil diese parteilos ist. Sie ist der Meinung, die Kommunalpolitik sollte nichts mit Parteien zu tun haben - der Ort solle die wichtigste Rolle spielen, sagte sie.

Fragebogenaktion

Zur Sprache kam die Fragebogenaktion der Dorfgemeinschaft. Damit wollte die Dorfgemeinschaft Stimmungen, Meinungen und Wünsche der Bevölkerung in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen - getreu dem Motto: "Eure Meinung ist unser Programm". Etwa 160 Fragebögen waren ausgefüllt zurückgegeben worden, so dass nach Ansicht der DG "hier auf jeden Fall von einem repräsentativen Ergebnis gesprochen werden kann. Die Stettfelder Bürger sind allem Anschein nach sehr interessiert an der Politik im Dorf."

Zentrale Aussagen sind laut Dorfgemeinschaft: mehr Transparenz in der Politik (Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle des öffentlichen Teils der Gemeinderatssitzungen?), weitere Gewerbeflächen, ein Gemeindezentrum (Schule oder die ehemalige Gaststätte Strätz?) sowie ein neues Baugebiet. Zur Frage, was sich die Bürger vom zukünftigen Gemeinderat erwarten, wurden neben der Transparenz das Ende der Streitigkeiten und Frieden im Dorf gewünscht. red