Auf Einladung von Bürgermeister Gerhard Wunder kamen Gemeinderäte, Verwaltungsmitarbeiter und einige in den Prozess einbezogene Bürger zu einer Klausurtagung im "Wagners Hotel" zusammen. Ziel war es, abseits vom Alltagsgeschäft gemeinsam über die künftige Entwicklung der Marktgemeinde Steinwiesen zu beraten und über konkrete Zielsetzungen zu diskutieren. Die für die Entwicklung der Großgemeinde Steinwiesen erarbeiteten zentralen Themen "Wohnraumangebot", "Tourismusentwicklung" und "Stärkung des aktiven Miteinanders" standen hierbei im Fokus.
"Die Gemeinde Steinwiesen hat viel zu bieten." Mit diesen Worten führte Rainer Kober in die Veranstaltung ein. Seit Anfang 2017 begleitet der ortsansässige Unternehmer und Vorsitzende von Kronach Creativ e.V. gemeinsam mit Projektmanagerin Margarita Volk-Lovrinovic im Rahmen des Modellprojekts "Kommunalmarketing" die Gemeinde Steinwiesen auf ihrem Entwicklungsweg. Seither haben sich die Gemeindeführung und die Projektverantwortlichen intensiv mit den Stärken und Herausforderungen sowie Potenzialen und Zielvorstellungen auseinandergesetzt.
Die Marktgemeinde Steinwiesen überzeugt besonders durch ihre landschaftlich reizvolle Lage. Mit über 20 000 Übernachtungen im Jahr gehört Steinwiesen zu den führenden Fremdenverkehrsorten im Frankenwald. Gerade deshalb waren sich alle Teilnehmer der Klausurtagung einig, dass die Förderung der touristischen Entwicklung künftig noch mehr in den Vordergrund rücken müsse. "Hierfür sind attraktive und bedarfsgerechte Ferienwohnungen und auf den Gast zugeschnittene Freizeitangebote notwendig", erklärte Sandra Heinz von der Tourist-Information Oberes Rodachtal. "Es ist wichtig, dass beworbene Angebote, wie zum Beispiel die Kutschfahrten, auch bei geringer Teilnehmerzahl stattfinden", betonte Heinz.
Neben der touristischen Entwicklung war ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche die aktuelle Wohnraumsituation. "Um als Zuzugsort weiter an Attraktivität zu gewinnen, brauchen wir qualitativ hochwertigen Wohnraum!", war man sich einig. "Wo man heute lebt, ist nicht mehr unbedingt vom Arbeitsort abhängig. Neue Technologien ermöglichen das Arbeiten bequem von zu Hause", fügte Nicole Burger hinzu.
In der Gemeinde Steinwiesen mit ihren sozialen Einrichtungen, einem bedarfsorientierten Betreuungs- und Bildungsangebot, abwechslungsreichen Gastronomiebetrieben und vor allem einer aktiven Vereinskultur lässt es sich gut leben. "In den vergangenen Jahren wurde schon eine Menge bewegt. Wir können stolz sein auf die positiven Entwicklungsschritte. Es ist wichtig, dass wir unsere Stärken nach außen tragen und gemeinsam an einem Strang ziehen!", appellierte Bürgermeister Wunder an die Teilnehmer. Jürgen Eckert bekräftigte abschließend: "Man muss kleine Schritte gehen, um das große Ziel zu erreichen." Der Verlauf der Klausurtagung wurde von Ulrike Mahr in Form einer visuellen Live-Dokumentation ("Graphic Recording") begleitet und plakativ festgehalten. Alle interessierten Bürger können sich auf diese Weise über den Entwicklungsprozess informieren. Ausgestellt sind die Plakate im "Gerberhaus" in Steinwiesen. red