Zwei unterschiedliche Halbzeiten sahen die Zuschauer beim Spiel der Sportfreunde Steinsfeld gegen die SG Fürnbach/Dankenfeld in der Fußball-A-Klasse Schweinfurt 5. Vor der Pause waren die gastgebenden Sportfreunde tonangebend und hätten eigentlich schon für einen Dreier sorgen können. Dann kamen allerdings die Steigerwälder immer mehr auf, hatten die größeren Chancen, und deswegen war der Ausgleich für sie in der Schlussphase nicht unverdient.
Die Steinsfelder gingen mit einem neuen Coach in die Saison. Trainer Michael Pottler nannte das Umfeld in Steinsfeld hervorragend. Mit Blick auf die bisherigen Spiele und den Verlauf der Saison sprach er von "Licht und Schatten. Wir haben dabei sehr gute Spiele gemacht und zum Beispiel mit dem 1:2 gegen Stettfeld auch ein Ausrufezeichen gesetzt." Dem Spiel gegen die SG Fürnbach/Dan-kenfeld sah er jedoch mit gemischten Gefühlen entgegen, zumal die Gäste bis dahin nur ein Spiel verloren hatten. Außerdem gehe es in der Klasse sehr eng zu, und fast jeder könne jeden schlagen.
Auch Spielleiter Manuel Werner zeigte sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden: "Wir haben eine ausgeglichene Bilanz, haben jedoch mit unnötigen Punktverlusten gegen Roßstadt und Wonfurt wichtige Dreier liegen lassen." Sehr positiv äußerte er sich über die Arbeit des neuen Trainers Michael Pottler, der von Goßmannsdorf gekommen war. "Das Training ist sehr abwechslungsreich, und die Jungs ziehen auch gut mit." Allerdings habe man, wie andere Vereine auch, einen zu dünnen Kader, und durch unterschiedliche Arbeitszeiten oder Schichten verschärfe sich dieses Problem noch. Da es in der Vergangenheit mit den Erfolgen nicht so rosig aussah, stehe für diese Saison das Ziel im Vordergrund, dass die Mannschaft zusammenwächst und wieder mehr der Spaß am Fußballspiel die Oberhand gewinnt. Auf diesem Weg sei der Verein schon ein gutes Stück vorangekommen.
Die Sportfreunde begannen gegen die Fürnbacher gut und waren über weite Strecken klar überlegen. Vor allem zeigte die Mannschaft ein flüssiges Kombinationsspiel, das im Vergleich zu manch anderer Partie bemerkenswert war. In der 7. Minute stand der Steinsfelder Thomas Werner nahezu alleine vor dem Gästetorwart, doch dieser hielt. Fürnbach fand nicht zu seinem Spiel und hatte in dieser Phase keine einzige Tormöglichkeit, während die Steinsfelder drückend überlegen waren. Aber auch bei ihnen waren hundertprozentige Chancen lange Mangelware. In der 40. Minute nahm jedoch Eugen Ranftel einen Pass von Oliver Junghans auf und schoss aus kürzester Entfernung zum 1:0 ein.


Der Ball trudelt am Tor vorbei

Auch die zweite Halbzeit begann erst harmlos, bis Junghans in der 52. Minute Gästetorwart Julian Ditzel umspielte und aus spitzem Winkel aufs Tor schoss. Der Ball trudelte aber an der Torlinie entlang ins Aus. Hier hätte Steinsfeld vielleicht schon alles klar machen können, aber es kam anders. Die Fürnbacher wurden gefährlicher und bestimmten zunehmend die Partie. Ein Gästestürmer stand in der 60. Minute frei vor Torwart Patrick Wagenhäuser, aber Letzterer parierte glänzend. In der 80. Minute drängten die Steigerwälder wieder nach einem langen Ball, und der Steinsfelder Torwart bekam das Leder nicht unter Kontrolle. Der Fürnbacher Moritz Hoppert ließ sich diese Chance nicht entgehen und schoss zum 1:1-Ausgleich ein.
Die Gäste hatten damit dem Spiel in der zweiten Halbzeit eine Wende gegeben und ihre bisherige Spielstärke bestätigt. Die Steinsfelder werden weiter daran arbeiten müssen, ihr gutes Kombinationsspiel und vor allem ihre Chancen in Tore umzumünzen.