Steinberg — "Wer ein Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf", sagte Pater Waldemar beim Festgottesdienst am Sonntagmorgen anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Kita St. Pancratius Steinberg. Auch die Einrichtung stelle, ebenso wie Jesus, die Kinder in den Mittelpunkt allen Tuns und Denkens. Natürlich waren diese dann auch die Hauptpersonen des Tages in der TSV-Halle.

Anstelle einer Predigt hielten die Kita-Leiterinnen Karin Kochdumper und Doris Haderlein einen Kurz-Rückblick auf wichtige Ereignisse und Begebenheiten der vergangenen 30 Jahre. Zu jeder Jahreszahl brachte jeweils eine Ehemalige oder ein Ehemaliger des betreffenden Jahrgangs Gott eine brennende Kerze dar - als Dank für dessen Schutz und Segen.

Kita-Kochbuch ein Renner

Zu berichten gab es so einiges, passte sich doch die Einrichtung stets den veränderten gesellschaftlichen Bedürfnissen an. Demzufolge gab es seit der Einweihung 1989 durch Pater Josef Unger bis zum heutigen Tag so manches "Festla" zu feiern. Hierzu zählten das 10-, 20- und 25-jährige Jubiläum, die energetische Sanierung in Verbindung mit der Schaffung einer Kinderkrippe sowie 2018 die Erweiterung und Neugestaltung der Außenanlagen. Darüber hinaus wurde eine eigene CD aufgenommen und das Kita-Kochbuch "Mampf Mampf - Mund auf" wurde zum Renner.

Die vollbelegte Kita mit den Gruppen "Wackelzahnbande" und "Kleine Racker" sowie der "Zwergenland-Kinderkippe" wird derzeit von 60 Kindern besucht, einschließlich zwölf Krippenkindern. Die Jungen und Mädchen brachten sich selbst in die Ausgestaltung des Festgottesdienstes mit ein. Sie sangen fröhliche Dankeslieder, schwangen farbige Tücher und übernahmen die Fürbitten. Ein zauberhaftes Bild ergab sich, als die Jüngsten zum Lied "Alle Kinder dieser Welt" symbolisch um eine große Weltkugel tanzten.

Für die Darbietungen gab es ebenso großen Applaus wie für den Männergesangverein Cäcilia Steinberg, der den Gottesdienst stimmungsvoll umrahmte. Abschließend dankte der Pater den Erzieherinnen für ihren wichtigen Dienst für Kinder.

Der Heiligen Messe, dem eine Kirchenparade vorausgegangen war, schloss sich ein kurzer offizieller Teil an. "Wir sind sehr stolz, eine solch gute Einrichtung in der Gemeinde zu haben", würdigte Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner die hier geleistete gute Arbeit. Als Geschenk überreichte sie Windräder für den neuen schönen Garten.

"Ohne den Kiga-Förderverein hätte es den Kindergarten damals in dieser Form nicht gegeben", zeigte sich Kassier Jochen Gleich sicher. Dabei verwies er auch auf den zur Erweiterung der Kita-Außenanlagen 2018 erfolgten Grundstückskauf, der komplett - inklusive Nebenkosten - in Höhe von rund 5000 Euro vom Förderverein übernommen wurde.

1000 Euro vom Förderverein

Zum Jubiläum überreichte er eine weitere Spende von 1000 Euro für Anschaffungen für die Kinder. Kirchenpfleger Christian Eidloth dankte namens des Trägers - der Katholischen Kirchenstiftung St. Pancratius - der Gemeinde für das gute Miteinander sowie dem Förderverein für die stets großzügige Unterstützung.

Im Anschluss wurde in der Kita ein buntes Sommerfest gefeiert. Das Team hatte sich schöne Aktionen und Überraschungen für Groß und Klein ausgedacht. Bei einer Tombola gab es 300 vom Elternbeirat gesammelte Preise zu gewinnen. Die musikalische Unterhaltung oblag dem Musikverein Steinberg. Natürlich war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Als symbolischen Abschluss des gelungenen Festtags ließen die Kinder Luftballons steigen.