Große Freude am Gymnasium Burgkunstadt: Gleich zwei Fünftklässler schafften den Sprung in die dritte Runde des Adam-Ries-Rechenwettbewerbs, die in Annaberg-Buchholz in Sachsen über die Bühne ging. Und das ist noch nicht alles: Stefanie Dauer belegte dort einen zweiten Platz mit sensationellen 31 von 38 Punkten.

Eine Sensation

Stefanie Dauer hatte ebenso wie Simon Rupp bereits in der ersten Runde des Wettbewerbs überzeugt, bei der beide eine Hausarbeit und eine Klausur erledigen mussten. In Runde zwei in Bad Staffelstein schafften beide bei 40 Startern dann die Sensation. Stefanie erreichte den ersten Platz, Simon wurde Zweiter. Damit waren sie wie weitere acht oberfränkische Kinder für den dritten Durchgang qualifiziert.

Bevor sie sich auf den Weg nach Sachsen machten, trafen sich die zehn oberfränkischen Rechenkünstler zu einem intensiven Trainingswochenende in der Jugendherberge in Hof.

Begleitet von ihren Eltern, machten sich die beiden jungen Burgkunstadter schließlich auf den Weg nach Annaberg-Buchholz. Hier trafen sich die besten Fünftklässler der Gymnasien aus Sachsen, Thüringen, Oberfranken und Tschechien, um interessante Aufgaben zu lösen, die einst der große Rechenmeister Adam Ries entworfen hatte.

Ries wurde am 17. Januar 1492 in Staffelstein geboren und lebte später in Zwickau, Erfurt und schließlich in Annaberg-Buchholz, wo er eine eigene Rechenschule leitete. Da die Stadt Annaberg-Buchholz vom Silbererzbergbau geprägt war, befassten sich seine Rechenaufgaben häufig mit diesem Thema.

Ries sorgte auch für die Verbreitung der indisch-arabischen Zahlzeichen nach einem Stellenwertsystem, die die unhandlichen römischen Zahlen ablösten. Bei Angaben von Rechenergebnissen wird oft die bekannte Redewendung "nach Adam Riese" benutzt.

Den Adam-Ries-Rechenwettbewerb gibt es nun schon seit 1981. Seit vielen Jahren begleitet die Mathematiklehrerin Lydia Münch die Fünftklässler. Sie freut sich über den großen Erfolg von Stefanie Dauer und Simon Rupp, deren Talente auch in den nächsten Jahren am Gymnasium Burgkunstadt gefördert werden. red