Kronach — Am 29. Juli 2015 trafen sich die Vertreter des regionalen Gesundheitswesens im Landratsamt Kronach. Anlass war die Konstituierung des Gesundheitsforums der Gesund-heitsregion Kronach, zu der Landrat Oswald Marr (SPD) eingeladen hatte. Das Gesundheitsforum bringt wesentliche Gesundheitsakteure des Landkreises zusammen und dient als Leitungs- und Steuerungsgremium der Gesundheitsregion.
Neunzehn Institutionen haben ihre Mitgliedschaft im Forum bereits verbindlich zugesagt.


Wohnortnahe Versorgung sichern

Nachdem sich der Landkreis Kronach im Frühjahr 2015 um das Förderprojekt "Gesundheitsregionenplus" beworben hatte, erhielt der Kreis im Mai die Förderzusage vom
Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.
Zum 1. Juli 2015 hat die Geschäftsstelle der Gesundheitsregion Kronach nun die Arbeit aufgenommen. Ziel des Förderprojekts ist es, die wohnortnahe Gesundheitsversorgung im Hinblick auf die künftigen demografischen Herausforderungen zu optimieren und das Angebot im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention auszubauen.
Durch die Kommunikation der regionalen Akteure miteinander soll es gelingen, Kompetenzen zu bündeln und durch Kooperationen innovative Projekte und Maßnahmen auf den Weg zu bringen.


Die Demografie und der Landkreis

Landrat Marr freute sich über das Interesse der Teilnehmer: "Dass heute so viele von Ihnen gekommen sind, zeigt, wie wichtig das Thema Gesundheit für den Landkreis Kronach ist, auch weil uns die demografischen Entwicklungen besonders schwer treffen."
Nachfolgend stellten Wolfgang Puff, Leiter des Sachgebiets Wirtschaftsförderung und Strukturentwicklung des Landkreises Kronach, und die Projektleiterin der Gesundheitsregion Kronach, Andrea Hahn, das Konzept der "Gesundheitsregionenplus" vor.


Eine Befragung brachte Klarheit

Zudem berichteten sie über die Ergebnisse einer schriftlichen Befragung, die mit den anwesenden Akteuren und den Bürgermeistern des Landkreises durchgeführt wurde. Als wesentliche Handlungsfelder wurden von beiden befragten Gruppen insbesondere die Sicherstellung der Versorgung mit Haus- und Fachärzten sowie die Gesundheitsversorgung und -förderung bei älteren Menschen erachtet. Diese Schwerpunkte sollen mit in die Arbeit der Gesundheitsregion Kronach eingehen.
Im Anschluss wurde das Gesundheitsforum konstituiert. Dieses hat die Aufgabe, über die inhaltliche Ausrichtung der Gesundheitsregion zu entscheiden und ist beschlussfähig.
Die Mitglieder des Gesundheitsforums sind dazu angehalten, die Arbeit der Gesundheitsregion zu unterstützen und die Ergebnisse in ihre Einrichtungen zu tragen.
Da sämtliche Akteure des regionalen Gesundheitswesens in dieser Konstellation nur selten zusammenkommen, bietet sich den Mitgliedern durch die Sitzungen die wertvolle Möglichkeit des interdisziplinären Austauschs und der Diskussion.
Schließlich ging es noch um die Festlegung der Arbeitsgruppen. Verbindlich vorgesehen sind die Arbeitsgruppen "Gesundheitsversorgung" sowie "Gesundheitsförderung und Prävention".


Schwerpunkt: Gesundheit im Alter

Die Mitglieder beschlossen, auf Basis der Befragungsergebnisse eine weitere Arbeitsgruppe zu gründen, die sich dem Thema "Gesundheit im Alter" widmet. Als denkbares Handlungsfeld kommt z. B. die Pflege in Betracht.
Mit der Konstituierung des Gesundheitsforums wurde der Startschuss für die inhaltliche Arbeit der Gesundheitsregion Kronach gegeben. Die ersten Arbeitsgruppensitzungen sind für den Oktober geplant. An der Mitarbeit in einer oder mehreren Arbeitsgruppen interessierte, fachkundige Personen sind eingeladen, sich bei der Gesundheitsregion Kronach unter der E-Mail Adresse: info@gesundheitsregion-kronach.de zu melden.
Gesucht werden Personen, die beruflich in den Themenfeldern "Gesundheitsversorgung", "Gesundheitsförderung und Prävention" sowie "Gesundheit im Alter" tätig sind, also beispielsweise Ärzte, Physiotherapeuten, Ernährungsberater oder Pflegefachkräfte. red