Bei den Pfadfindern vom Stamm König Artus in Seibelsdorf/Waldbuch ist für Kinder und Jugendliche ein wahres Abenteuerland geboten. Orientierungsläufe in der Natur, Meutenlager, Großfahrt, aber auch soziale Aktionen gibt es zu erleben. Bei ihrer Jahresauftaktfeier wurde auch auf zahlreiche Aktionen in diesem Jahr neugierig gemacht. Dazu gehörte der Kinderfasching, der am inzwischen vergangenen letzten Wochenende in der Radspitzscheune den Nachwuchs begeisterte. Auch in diesem Jahr ist wieder viel geplant.

Stammesführer Felix Bär blickte gemeinsam mit Lukas Porzelt und Yannick Stumpf auf die vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr zurück. 2018 war vom Wetter her für die Belange der Pfadfinder gesegnet. "Wir hatten echt immer gutes Wetter", betonten die drei. Sie erinnerten an Skilager oder an eine Holzaktion, mit der Brennholz für das Pfadfinderheim eingebracht wurde. Die Kneippanlage in Seibelsdorf wurde auf Vordermann gebracht.

Ein Kompasslauf in einem Waldgebiet machte mehr als 70 Beteiligten aller Altersgruppen jede Menge Spaß. Ein "Hajik" - ein Orientierungslauf - im Wiesenttal führte über eine aufregend, traumhaft schöne Strecke, die keinen Berg ausließ. Ausschließlich wurde in Höhlen übernachtet. Beim Stammesausflug ging es zum Baumwipfelpfad Steigerwald. Die Altkleidersammlung in Steinwiesen kommt dem dortigen Pfadfinderheim zugute. Das Stammeslager führte nach Rothmannsthal.

Bei der Großfahrt im letzten Sommer war Italien das Ziel. Dort wurden auch viele andere Pfadfinderstämme getroffen. Rund 500 Pfadfinder kamen dort zusammen. Duschen gab es nicht, aber ein klarer, eiskalter Bach führte sauberes Wasser.

Der Freundeskreis der Pfadfinder - er ist auch Pächter des Pfadfinderheims - unterstützt die Stammestätigkeiten in vielfältiger Weise. Viele von dessen Mitgliedern, die "Rover", sind selbst mit der Pfadfinderei groß geworden. "Viele Menschen die uns noch nicht kennen, lächeln über die Pfadfinderei", bedauerte der "graue Wolf" und Vorsitzende des Freundeskreises Willi Pechtold. Bei den Pfadfindern werde der Weg für die Kinder und Jugendlichen vorbereitet und das Finden des eigenen Weges begleitet und unterstützt. Ob pädagogisch oder sportlich - Ziel der Pfadfinder sei, dass die jungen Menschen einen guten Platz in der Gesellschaft finden. "Deswegen ist es wichtig, dass die Eltern und wir an einem Strang ziehen." Der Freundeskreis unterstützt die Jugendarbeit mit zehn Euro Mitgliedsbeitrag pro Jahr.

"Wir haben ein schönes Pfadfinderheim, in dem sich die Kinder und Jugendlichen wohlfühlen", freute sich Pechtold. "Das wird von uns vom Freundeskreis finanziell unterstützt." So wurde im vergangenen Jahr ein Küchengrill angeschafft. Im Freundeskreis sei jeder willkommen, der die heimische Pfadfinderei unterstützen will. rg