Im Anwesen der Familie Paschold, Langer Graben in Untersiemau, wird am Sonntag, 16. Dezember um 16 Uhr eingeladen zum Segen für Mensch und Tier.

Die Segnung von Tieren hat vor allem in der katholischen Kirche schon eine lange Tradition - in unseren evangelischen Kirchen ist sie eher noch eine Besonderheit. Aber warum eigentlich nicht?

Gleich im ersten Kapitel der Bibel wird berichtet, dass Gott die Tiere, die er geschaffen hat, segnete: "Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. (...) Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden." Die Tiere sind den Menschen von Gott anvertraut, er soll ihnen ein guter, weiser Regent sein. Nichts anderes bedeutet der hebräische Ausdruck, den Luther etwas unglücklich mit "Macht euch die Erde untertan" übersetzte.

Die Tiere werden am dritten Advent von "ihren" Menschen gesegnet. Im Anschluss schmücken die Kinder den Christbaum in der Kirche und es gibt Brotzeit im Gemeindezentrum. red