Die Schweinfurter Stadtwerke haben zum 1. August ihre Buspreise erhöht. Die gültigen neuen Preise seien ab sofort im Internet unter dem angegebenen Link abrufbar, heißt es in einer Mitteilung. Und: "Mit der Tarifanpassung, die von der Regierung von Unterfranken genehmigt wurde, werden insbesondere die für die Stadtwerke Schweinfurt steigenden Kosten abgebildet." Auch nach der Tarifanpassung gehörten die Fahrpreise der Stadtwerke Schweinfurt im Vergleich zu den günstigsten in Bayern, so die Stadtwerke. Kein Wort stand in der Mitteilung vom 31. Juli darüber, um wieviel Euro und Cent beziehungsweise auch Prozent die Preise bei den gängigsten Fahrkarten erhöht werden. Das musste erst von der Redaktion eintelefoniert werden. Nur nach einigem Aufwand konnte die Redaktion noch für den Folgetag, 1. August, anhand von Preisbeispielen mitteilen, dass etwa Einzelfahrkarten in den drei Tarifzonen ab sofort um rund 5,5 Prozent teurer sind, Monats- und Jahreskarten um zwölf Prozent. Die reichlich späte offizielle Benachrichtigung über die Buspreiserhöhung räumt Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Kästner ein: "Das war in der Tat kurzfristig", sagt er auf Anfrage und verspricht künftig einen zeitlich größeren Vorlauf. Dabei sollen in der Ankündigung auch wieder für die meistgenutzten Karten die Preiserhöhungen konkret in Euro und Cent beziffert sowie der prozentuale Anstieg angegeben werden, wie das früher der Fall war.
Derweil entzündete sich an der Buspreiserhöhung eine kritische Diskussion unter Facebook-Nutzern. "Nicht euer Ernst" kommentiert einer, dass Stadtbusfahren teurer werden soll. "Schafft endlich einmal Fahrzeuge an, die klimatisiert sind". Darauf steigen etliche Nutzer ein. Eine Frau schreibt, laut Internet besäßen die Busse sehr wohl Klimaanlagen.
Ein anderer: "Jeder Bus der Stadt besitzt eine Klima", aber nur im Fahrerbereich. "Und im Winter erfriert man", meint eine andere Kommentatorin. Zu den Preisen postet einer der Diskutierenden, im Vergleich zu Würzburg seien die der Stadtwerke Schweinfurt günstig.
Stimmt es, dass es nur der Busfahrer in heißen Zeiten wie diesen schön kühl hat? Ja, bestätigt Kästner. Weil der Stunden hinter einer Frontscheibe sitze, hinter der es sehr warm werden könne, sei der Platz mit einem kleinen Klimagerät ausgestattet. Im Fahrgastbereich gebe es keine Klimaanlage, weil sie erstens enorm Kraftstoff verbrauchen würde und unökologisch wäre. Zweitens wäre sie ineffizient, weil im Stadtverkehr alle zwei bis drei Minuten die Türen geöffnet würden, warme Luft hereinströme und sofort wieder extrem runtergekühlt werden müsste. Drittens, weil es vielen Menschen dann zu kalt wäre und sie krank werden könnten.
Und letztens, weil es im Durchschnitt so wenige heiße Tage hier gebe, dass die Klimatisierung sämtlicher Busse für einen siebenstelligen Betrag schlicht unwirtschaftlich wäre, so Kästner.