Ludwigsstadt — Bislang waren in Ludwigsstadt die Ehrungen beschränkt auf sportliche, berufliche sowie schulische Leistungen und wurden zeitnah in einer Stadtratssitzung vorgenommen. Außerhalb dieser Bereiche entschied Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) im Einzelfall, ob eine herausragende Leistung vorliegt und in welcher Form eine Ehrung durchgeführt werden soll. Nun sollen an einem eigens stattfindenden Ehrungsabend auch die Vereinsarbeit und besonderes bürgerschaftliche Engagement ausgezeichnet werden.

Das Ehrenzeichen wird in Bronze, Silber oder Gold (15-, 25-, 40-jähriges Engagement in der engeren Vorstandschaft von Vereinen) verliehen. Der erste Ehrungsabend soll im Oktober/November 2019 stattfinden. Die Ehrungen erfolgen rückwirkend zum 1. Januar 2017.

Umgemeindung zugestimmt

Mit drei Gegenstimmen - von Gerhard Rentsch (CSU), Drittem Bürgermeister Hubert Bischoff (SPD) und Mario Ziener (SPD) - brachte der Stadtrat den öffentlich-rechtlichen Vertrag für die Umgemeindung der Teilflächen Köhlershügel und Rennsteigstraße 58 und 59 in die Gemeinde Steinbach/Wald auf den Weg. Beim Köhlershügel 1 handelt es sich um ein am Ortsrand von Steinbach/Wald gelegenes Wohngebäude, bei der Rennsteigstraße 58 und 59 um das Feuerwehrgerätehaus von Steinbach/Wald sowie das BRK-Dienstleistungszentrum.

Die Erschließung erfolgt ausschließlich durch Steinbach/Wald. Ein entsprechender Grundsatz-Beschluss war in einer vorausgegangenen Sitzung erfolgt. Ludwigsstadt entstehen durch die Umgemeindung Einnahmeausfälle bei der Grundsteuer und den einwohnerabhängigen Zuweisungen. Mit Steinbach/Wald wurde vereinbart, dass diese Einnahmeausfälle mit einer Pauschalzahlung im Voraus für 16 Jahre ausgeglichen werden. "Unser Gemeindegebiet schrumpft immer mehr", monierte Gerhard Rentsch (CSU).

Grünes Licht gab der Stadtrat für die Beschaffung eines Vario-Schneepflugs für den Räumbereich Ludwigsstadt-Lauenstein. Den Zuschlag erhielt die Firma BayWa zum Angebot von 11 741 Euro. Die Beschaffung wurde nötig, nachdem der Winterdienst der Stadt von vier auf drei Räumbezirke optimiert wurde und kleinere Straßen in Lauenstein und Ludwigsstadt nun mit dem städtischen Unimog geräumt werden. Mit dem Schneepflug der Stadt können kleine Straßen nicht befahren werden.

Die Regierung von Oberfranken hatte um einen Sachstandsbericht zu den Projekten der Förderoffensive Nordostbayern gebeten. Die förderfähigen Kosten für alle Maßnahmen belaufen sich auf insgesamt rund 4,7 Millionen Euro. Diese Mittel wurden von der Regierung eingeplant, wofür der Bürgermeister dankte. Bereits abgeschlossen sind die Maßnahmen Orlamünder Straße 19 sowie 21/23 (jeweils Rückbau und Schaffung Bauplatz). Nachdem das Fördervolumen noch nicht ausgeschöpft wird, schlug die Stadt als weitere Projekte die Kronacher Straße 30 (Rückbau zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse) und Kronacher Straße 21 (Rückbau und Renaturierung/Verbesserung Verkehrsverhältnisse) vor.

Auf Rückfrage von Gerhard Rentsch (CSU) bestätigte Geschäftsstellenleiter Frank Ziener, dass nach Abriss und Verkauf eines Anwesens in der Orlamünder Straße nachträglich im Aushub des Kellers eine Grube vorgefunden und auf Kosten der Stadt abgebrochen wurde. Hierauf erhielt man eine 90-prozentige Förderung. Die Regelung gelte bis zu einem Zeitraum von einem Jahr nach Verkauf, um künftigen Eigentümern die Angst vor Altlasten zu nehmen.

Deponie muss gefunden werden

Für die Bauschutt-Entsorgung der Burgbräu-Brache läuft derzeit die Ausschreibung. Hier hatte Mario Ziener (SPD) nachgefragt. Die Ausschreibung dauert, so Ehrhardt, eine Zeit, da sich das Finden einer geeigneten Deponie als nicht einfach herausstelle und es große Preisunterschiede gebe. Man rechnet mit einem sechsstelligen Betrag.

Der Bürgermeister informierte über die Endabrechnung des Teilstreckenausbaus der Lehestener Straße mit Ersatzneubau der Loquitzbrücke (BW 29) in Höhe von 258 776 Euro. Eingeplant waren rund 232 000 Euro. Die Mehrkosten sind zurückzuführen auf verschiedene Zusatzarbeiten (Geländer, Kanalerneuerung, Straßenbeleuchtung) sowie Massenmehrungen.

Weiter berichtete Ehrhardt über die Ortsteilversammlung zur Errichtung eines Dorfgemeinschaftsraumes in Lauenhain. Das Architekturbüro Müller stellte die Möglichkeiten zum Umbau des 1. Obergeschosses in der alten Schule in Lauenhain auf. Vom Amts für ländliche Entwicklung Oberfranken kann sowohl ein Umbau als auch ein Neubau/Anbau mit Fördermitteln begleitet werden. Bei einer Sanierung ist der Zuschuss auf 200 000 Euro, bei einem Neubau/Anbau auf 150 000 Euro beschränkt. Beide Varianten werden vom Architekturbüro auf Wirtschaftlichkeit überprüft.