Allein der Sprung ins kühle Nass scheint vielen während der derzeitigen Hitzewelle ein bisschen Linderung zu versprechen, und genau deswegen warnt die Stadt Bamberg erneut alle Bürger vor dem Schwimmen im Kanal und leichtsinnigen Brückensprüngen in die Regnitz.
Der Fluss ist kein offizielles Badegewässer, das Baden im linken Regnitz-Arm sowie dem Main-Donau-Kanal ist verboten, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. In Nähe der Wehre und des Hochwassersperrtors herrscht Lebensgefahr. Lediglich in einem begrenzten Bereich auf Höhe der Hainbadestelle ist das Schwimmen auf eigene Gefahr erlaubt. Dies ist laut Pressemitteilung in der Verordnung über das Baden im Bamberger Stadtgebiet geregelt. Die Gefahrensituation für Schwimmer sei vielfältig und nicht ohne weiteres sofort zu erkennen. Eine starke Wasserströmung, das regelmäßige Aufkommen von Treibgut, das Vorhandensein von Schlingpflanzen im Wasser sowie die geringe Sichttiefe in der Regnitz seien Faktoren, die ein vermeintlich unbeschwertes Bad in der Regnitz rasch zu einer echten Gefahr machen können, wie tragische Todesfälle in der Vergangenheit bereits gezeigt hätten.
Bei dem anderen Wasserweg, der Großschifffahrtsstraße Main-Donau-Kanal, handelt es sich laut Mitteilung um eine sogenannte Bundeswasserstraße. Hier seien die Binnenschifffahrtsstraßenordnung und die Verordnung über das Baden in den Bundeswasserstraßen maßgebend.


Brückenspringen ist verboten

Demnach sei dort das Baden im Bereich von Brücken 100 Meter ober- und unterhalb strikt verboten. Führe das Baden gar zu einem Ausweichmanöver eines Schiffes, stelle das einen gefährlichen Eingriff in den Schiffsverkehr dar. Dies sei keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern schon ein Straftatbestand.
Die Stadt Bamberg weist zudem dringend darauf hin, dass das Springen von sämtlichen Brücken im Stadtgebiet nicht nur außerordentlich leichtsinnig, sondern auch verboten ist. Die Stadt appelliert in diesem Zusammenhang an alle Bürger, sich nicht leichtfertig in Gefahr zu begeben. Wer beim Sprung von einer Brücke oder beim unerlaubten Baden in der Regnitz erwischt wird, hat mit einer Anzeige und einer Geldbuße in Höhe von bis zu 1000 Euro zu rechnen. Die Wasserschutzpolizeigruppe Bamberg greife hier konsequent durch.
Am gefährlichsten sei der Heinrich-Bosch-Steg einzustufen, da dort ein reger Personen-Schiffsverkehr herrscht. Ein weiterer gefährlicher Punkt sei die Flussstelle beim Wasserschloss Concordia, die bei vielen Schwimmern sehr beliebt sei. Seit 2012 fährt dort eine Fußgängerfähre. Deshalb verlaufen hier Stahlseile quer durch den Fluss, an denen sich Schwimmer stark verletzen könnten, zudem sei der Sog der Turbinen nicht zu unterschätzen. red