Weil Münnerstadt für das vom Bund für finanzschwache Gemeinden eingerichtete Kommunalinvestitionsprogramm antragsberechtigt ist, hat der Stadtrat beschlossen, vier Projekte einzureichen. Offen ist noch, ob sie auch tatsächlich in das Programm aufgenommen werden.
Architekt Andreas Halboth stellte die ersten beiden Projekte vor. Dabei handelt es sich um den Anbau eines Aufzugs am Amtsgebäude Stenayer Platz. Gleichzeitig sollen die Toiletten in beiden Etagen behindertengerecht umgebaut werden. Den Bau eines Fahrstuhls hatte der Agenda-Arbeitskreis schon einmal vor einigen Jahren angelegt, die Umsetzung scheiterte am Geld. Bei einer 90-prozentigen Förderung über das Kommunalinvestitionsprogramm sieht das nun anders aus. Der Aufzug soll an der Hofseite errichtet werden, neben dem Notausgang im Foyer. Die geschätzten Kosten bezifferte Andreas Halboth auf 370 000 Euro.
Das zweite Projekt wäre der Einbau einer Rampe für Rollstuhlfahrer in die Toreinfahrt des Deutschordensschlosses. Somit wäre ein behindertengerechter Zugang zu den Toiletten möglich, die entsprechend umgebaut werden könnten. Kostenpunkt: rund 110 000 Euro.
Bauamtsleiter Simon Glückert stellte noch einen behindertengerechten Zugang zum Obergeschoss des Deutschordensschlosses vom Kirchplatz über einen Pavillon und eine Brücke vor. Das würde rund 200 000 Euro kosten
Weil nicht nur Barrierefreiheit gefördert wird, sondern auch energetische Sanierungen, schlug Dieter Petsch (Forum aktiv) vor, die ehemalige Landwirtschaftsschule mit aufzunehmen, die ja inzwischen der Stadt gehört. Alle vier Vorschläge werden angemeldet. Der Beschluss fiel einstimmig.