"Sounds of Höchstadt" - so klingt Höchstadt! Sicher nicht nur beim Abschlusskonzert in der Aischaue, das unter diesem Titel steht, sondern am ersten Augustwochenende an vielen Plätzen der Stadt. Das Kulturfeuerwerk vom 3. bis 5. August als Abschluss der Höchstadter Kulturmeile verspricht ein grandioses Fest zu werden. Bürgermeister Gerald Brehm (JL) glaubt, dass die Strahlkraft weit über die Grenzen der Stadt hinaus gehen wird. "Erstrahlen" soll Höchstadt auch tatsächlich. Die Stadtväter haben die Illumination der Innenstadt für das Kulturfeuerwerk abgesegnet.
Dass sie es können, haben die Höchstadter im vergangenen Jahr bei der "Nacht der Kulturen" mit 70 Veranstaltungen an 35 Plätzen bewiesen. Trotz des feucht-kalten Wetters war das Fest ein toller Erfolg. Jetzt soll einmal mehr die historische Stadt, das tausendjährige Höchstadt, von seiner schönsten Seite und mit seiner ganzen kulturellen Vielfalt dargestellt werden. Ein multikulturelles Feuerwerk, in das Städtepartnerschaften und Asylbewerber eingebunden sind, solle es werden, betonte der Stadtchef.
In Maria-Elisabeth Schaeffler wurde auch bereits eine Schirmherrin gefunden. Beim Info-Treffen in der Kulturfabrik zeigte sich Koordinatorin Susanne Gabler begeistert über die große Beteiligung von Vereinen, Gruppen und Höchstadter Geschäftsleuten. "Viele, die anfangs noch zögerten, sind inzwischen dabei", freute sich Gabler. Vielleicht ist es ja der berühmte Funke, der von ihr auf andere übergesprungen ist. "Unser Städtchen lebt", stellte Gabler begeistert fest. Bei den derzeit sommerlichen Temperaturen sei nachts in der Stadt "der Bär los".
Den Rahmen für das Fest hat Gabler zusammen mit Ilona Reuter bereits abgesteckt. Vorläufig noch ein Arbeitspapier, das jedoch in den nächsten Tagen in eine feste Form gegossen werden soll. Die Teilnehmer sollen ihr daher möglichst bald Rückmeldung geben, sofern etwas zu ändern sei.
Fest steht, dass das Kulturfeuerwerk am Freitag mit einem Festzug beginnt. Ab 16 Uhr soll die Kulturmeile von den Aisch-auen bis zum Kellerberg mit einem festlichen Zug "begangen" werden. Am Kellerberg wird dann mit dem "Anböllern" nicht nur das Kulturfeuerwerk, sondern auch die Kellerbergkerwa eingeläutet. Am Sonntagnachmittag findet das Ganze in umgekehrter Richtung statt: Um 17.30 Uhr werde am Kellerberg "dicht gemacht" und nicht mehr ausgeschenkt, so Brehm. Punkt 18 Uhr geht es gemeinsam mit der Stadtkapelle im Festzug durch die Innenstadt zur Festwiese. Dort trifft sich alles zum finalen Höhepunkt. Ab 19 Uhr werden sich dort die Musik- und Gesangsgruppen der Stadt hören lassen. Angefangen von der Stadtkapelle über Schul- und Kirchenchöre bis hin zu "Trouble X" und "Musiggfabrigg". Das Abschlusskonzert geht über in ein Feuerwerk, das gegen 22.45 Uhr den Himmel über der Perle des Aischgrunds erleuchten wird.
Zwischen Eröffnung und Abschlussfeuerwerk gibt es unzählige Aktionen und Aktivitäten, die es noch im Einzelnen aufzulisten und vorzustellen gilt. 70 Veranstaltungspunkte weist das Programm bereits aus. Musik an vielen Plätzen, Tänze, Kinderprogramm, Stadtführungen, Ausstellungen, Nacht der offenen Kirche und vieles mehr. Veranstaltungsorte sind die Fortuna Kulturfabrik, das Heizhaus, die Aischaue, die alte Aischbrücke, der Umgriff von Sankt Georg, das Schlossgewölbe, das Heimat- und das Spixmuseum, der Marktplatz, der Engelgarten, die Aischtalhalle und natürlich die Haupt- und Kellerstraße. Am Sonntag um 10.30 Uhr findet auf dem Kellerberggelände ein Festgottesdienst statt.


Aktionen im Vorfeld

Im Grunde geht das Fest aber schon eine Woche zuvor los. Die Kirchen des gesamten Stadtgebiets - von Zentbechhofen bis Sterpersdorf, Ailersbach und Nackendorf - laden ab Samstag, 28. Juli, täglich "Sieben nach Sieben" zu Orgelmeditationen ein. Ab Montag, 30. Juli, werden Höchstadter Geschäftsleute "Kunst im Schaufenster" präsentieren und zur "Schnäppchenwoche" einladen. Im Bereich der Aischbrücken werden eine Woche lang Blumenschiffchen von Floristik Lechner den Fluss verschönern. Am Freitag, 3. August, ist "Gewerbetag" mit Öffnungszeiten bis 22 Uhr und vielen Aktionen. Im "Töpfla" singen Emmi Weiss und Fritz Rabenstein am Donnerstag, 2. August, "A jedes Töpfla find sein Deggel".