Mit einem Festgottesdienst wurde in Wallersberg die Renovierung der Ortskapelle St. Katharina gefeiert. Diese ehemalige Wallfahrtskapelle soll im Jahre 1325 erbaut worden sein. Im 16. Jahrhundert wurde dies schriftlich bestätigt. 1700 wurde die mittlerweile baufällige Kirche erneuert.
Das Langhaus mit seiner Holzdecke dürfte aus dieser Zeit stammen. Außerdem erhielt sie eine neue Ausstattung mit einem barocken Altarbild, das auf das Jahr 1702 datiert. Der Vorbau an der Fassade wurde 1913 angefügt. Vom späten Mittelalter an zogen Wallfahrer auf den Wallersberg zur hl. Katharina. Dies ist aus zahlreichen Sagen belegt.


Kirchenparade beeindruckt

Das altehrwürdige Gotteshaus musste im Jahr 2013 wegen Baufälligkeit geschlossen werden. Jetzt konnten die Wallersberger und ihre zahlreichen Gäste die Generalsanierung der Katharinakapelle feiern. In einer beeindruckenden Kirchenparade zogen die Verantwortlichen, Ehrengäste und Gläubige unter den Klängen der Blaskapelle Kaupert vom Feuerwehrhaus zum Gotteshaus auf den Hügel.
Beim Festgottesdienst erklärte Pfarrer Gerhard Möckel, dass die Kirche lange Zeit Baustelle und Gott schon darin verankert gewesen sei, so dass die Renovierung auch von ihm begleitet wurde. Der Glaube an die Renovierung sei wichtig gewesen, sonst wäre es nach der langen Zeit nicht zu einem solch positiven Ergebnis gekommen.
Bürgermeister Udo Dauer meinte, dass es ein freudiger Anlass sei, der die Menschen zu diesem Gottesdienst zusammengeführt habe. "Es hat sich ein Herzenswunsch der Wallersberger Bevölkerung erfüllt", die sich um den baulichen Zustand ihres Gotteshauses große Sorgen gemacht hätten.
Welches Interesse das kleine Gotteshaus auf der Anhöhe genießt, zeigte sich 2017, als sich über 200 Menschen beim Tag des offenen Denkmals einen ersten Eindruck von den Renovierungsarbeiten machen konnten. Nun liege es an den nächsten Generationen, das schmucke Kirchlein zu pflegen und zu erhalten, sagte der Bürgermeister.
Der Vorsitzende des Kapellenerhaltungsvereins, Johannes Dauer, dankte allen, die bei der Sanierung mitgeholfen hätten. 947 Arbeitsstunden der Bevölkerung und 15 000 Euro Eigenanteil hätten das heutige Ergebnis erst möglich gemacht.
Kirchenpfleger Gerhard Popp freute sich über die gelungene Sanierung, die durch eine großzügige Spende im vierstelligen Bereich gefördert worden sei. Im Anschluss zog man wieder hinunter in den schmucken Juraort, wo beim Mittagessen, zünftiger Blasmusik und bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde das im neuen Glanz erstrahlende Gotteshaus gefeiert wurde.