Richtig zufrieden können der SSV Kasendorf und der ATS Kulmbach mit dem Saisonstart in der Bezirkliga Ost nicht sein. Beide Teams haben noch Luft nach oben. Am heutigen Donnerstag haben sie die Chance, mit Heimsiegen einen Aufwärtstrend einzuleiten. Der SSV erwartet um 18.30 Uhr den starken Neuling Kickers Selb. Zeitgleich hat der ATS die SG Regnitzlosau zu Gast. SSV Kasendorf - Kickers Selb Die Kasendorfer mussten sich zuletzt bei Kellerkind FC Tirschenreuth mit einem 1:1 zufriedengeben - es war sogar ein glücklicher Punkt. "Uns gelang der Ausgleich erst in der 89. Minute mit einem Handelfmeter, der zwar berechtigt, aber unnötig war", sagt SSV-Coach Christoph Wächter. "Unsere Leistung war nicht ausreichend, um ein Spiel in der Liga gewinnen zu können." Der Trainer bewertete die Gesamtleistung seines Teams kritisch und hofft gegen die Kickers auf eine Leistungssteigerung: "Wir haben einen ganz schweren Gegner vor der Brust, für mich der Top-Favorit der Liga. Mit Fernando Redondo und Kaan Gezer, die schon in der Regionalliga gespielt haben, haben sie absolute Granaten. Da muss von uns deutlich mehr kommen als im letzten Spiel."

Hoffnung macht die Personalsituation, die Kasendorfer können ihr bestes Aufgebot ins Rennen schicken. Youngster Jonas Friedrich ist aus dem Urlaub zurück, Schott ist nach seiner Verletzung wieder einsatzfähig.

SSV Kasendorf: Cukaric, Wächter - Deller, Dünkel, Friedrich, Fuchs, Grasgruber, Gunzelmann, Hartmann, Korzendorfer, Luft, Mullen. A. Pistor, M.Pistor, Schmeußer, Schorn, Schott, Schubert, Stübinger

ATS Kulmbach - Regnitzlosau Magere fünf Punkten hat der ATS bislang gesammelt. Vor allem die dünne Personaldecke macht den Kulmbachern zu schaffen. Zuletzt liefen in der Partie beim TSV Thiersheim mit Ex-Coach Ingo Walther und Trainer Vitor do Adro zwei Spieler auf, die 49 beziehungsweise 47 Jahre alt sind. Walthers Einsatz war - zumindest vorerst - eine Eintagsfliege, der Ex-Profi ist nun im Urlaub. "Wir sind mit dem allerletzten Aufgebot angetreten und haben uns nur wenige Torchancen erspielt", sagt do Adro über das 1:3 in Thiersheim. "Wir haben zwar lange 1:0 geführt, aber es hätte bereits in der ersten Halbzeit anders ausschauen müssen. Patrick Pohl hat uns mit guten Paraden im Spiel gehalten, aber irgendwann war nichts mehr zu retten." Die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei dennoch gut, zumal mit Alexander Wachter, Niklas Zeidler und Izzet Nacak drei Urlauber wieder im Kader stehen. Gleiches gilt für Dominic Schubert. Fehlen werden weiterhin die Urlauber Johannes Koch, Nino Müller und Florian Böhmer.

ATS Kulmbach: Schubert - S. do Adro, Adam, Zeidler, Lauterbach, Sener, Schramm, Buchta, Auner, Topal, Hohla, Parenta, Wachter, Nacak, V. do Adro.