Trotz Hitzeschlacht holten sich Uwe und Kerstin Kuhnlein den Vize-Europameistertitel im 2er-Mixed bei der 12-Stunden-MTB-Europameisterschaft in Dießen - Tochter Yvonne Liebrenz wurde Vizemeisterin der Damenelite.
Wegen der hohen Temperaturen galt es für alle 430 Teilnehmer aus fünf Nationen, taktisch clever zu fahren. Als Einzelfahrer standen Yvonne Liebrenz und ihr Mann Sascha am Start. Alle vier starten für das bike-store.de Racing Team und gehören dem Verein RVC Trieb an.


Vier Sekunden fehlen

Jede Runde, die in den zwölf Stunden so oft wie möglich bewältigt werden musste, hat circa sieben Kilometer und 170 Höhenmeter. Nach der Startrunde durch Uwe Kuhnlein fuhr Kerstin Kuhnlein die zweite Runde. Sie verfehlte die Bestmarke um knappe vier Sekunden. Darauffolgend wurden Zweier-Runden im Wechsel gefahren, doch nach der Hälfte des Rennens war dieser Rundenwechsel aufgrund der Hitze zu hart und beide stiegen wieder auf den Einser-Wechsel um.


Zweiter Platz für die Kuhnleins

Es mag sein, dass dies etwas zu spät war, denn das spätere Siegerteam aus Italien war zu diesem Zeitpunkt schon uneinholbar davongezogen. So verteidigten Uwe und Kerstin Kuhnlein mit aller Kraft den zweiten Platz, was ihnen nach großer Anstrengung mit 38 Runden, 270 Kilometern und rund 5000 Höhenmetern gelang.
Zum ersten Mal ging Yvonne Liebrenz als Einzelfahrerin in einem derartigen Rennen an den Start. Die gebürtige Steinwiesenerin fuhr ohne große Pausen Runde für Runde konstant ihr Tempo.


Vize-Europameister-Titel

Zum Rennende hin verbesserte sie sogar ihre Rundenzeiten. Am Schluss standen 31 Runden, 218 Kilometer und 4100 Höhenmeter auf dem Tacho. Überglücklich, alleine die Strecke gemeistert zu haben, beendete Yvonne Liebrenz als zweite Dame der Elite und somit als Vize-Europameisterin den Wettbewerb.
Für Sascha Liebrenz reichte es zwar nicht zu einem Platz auf dem Podest, aber er konnte seinen siebten Platz des Vorjahres dieses Jahr in einen extrem starken sechsten Platz verbessern. Schließlich war das Starterfeld der Einzelfahrer in der Elite-Klasse der Männer sehr gut besetzt.
Sascha Liebrenz kam gut ins Rennen, hatte aber zwischenzeitlich mit Magenproblemen, welche der enormen körperlichen Belastung bei der Hitze zuzuordnen sind, zu kämpfen. Er fuhr 32 Runden, 225 Kilometer und 4170 Höhenmeter. sd