Ein großes Gemeinschaftsprojekt konnte am Samstag eingeweiht werden: der Abenteuerspielplatz "Spielwienix" auf dem Kordigast. Schon der Besuch verdeutlichte, dass der Hausberg von Altenkunstadt der Bevölkerung nach wie vor am Herzen liegt.

Herrlicher Sonnenschein überstrahle das neue Spielgelände, der Ruf des Kuckucks war weithin zu hören, während sich Familien, teilweise zu Fuß und mit den Fahrrad, aufgemacht hatten, um an dieser Einweihung des Leader-Projektes "Attraktivierung Kordigast" teilzunehmen.

Eines der Ziele bei der Konzeption dieses Projektes sei es gewesen, so Landrat Christian Meißner, den Kordigast zu etwas mehr Attraktivität zu verhelfen, ein kleinwenig mehr für den Tourismus zu tun, und vor allem jedoch für eine naturverträgliche Naherholung zu sorgen. Aufgrund der vorhandenen Holzhütten, die die Möglichkeit zu einem einfachen Übernachten in der Natur ermöglichen, kann das gesamte Gelände von der Umweltstation Weismain, Schulklassen oder Gruppen sogar bei schlechtem Wetter genutzt werden.

Ein zentrales Element stellt dabei der einem keltischen Torhaus nachempfundene Spielturm mit einer Höhe von knapp acht Metern dar. Dazu gibt es ein Klettergerüst, Schaukeln verschiedener Größe, Wippen für die Kleinsten und eine Doppelseilbahn, die allen einen weiten Blick in die Jura-Landschaft ermöglicht. Anerkennende Worte fand Landrat Christian Meißner für den Kreisgartenfachberater für Gartenbau und Landespflege, Michael Stromer, der eigentlich die Umweltstation in Weismain leitet und zum Gelingen "nebenbei" beigetragen habe. Meißner: "Es ist ganz einfach gut geworden."

Altenkunstadts Bürgermeister Robert Hümmer sprach von einem einmaligen Projekt, das auf den Hausberg der Gemeinde verwirklicht wurde.

Michael Hofmann, Projektbetreuer, informierte darüber, dass 364 000 Euro investiert wurden, wozu es Fördermittel von rund 184 000 Euro für den Abenteuerspielplatz und den Naturlehrpfad Kordigast-Weismain gab.

Die Nachwuchsgruppe des Musikvereins Altenkunstadt, die "Brasbinis", unter der Leitung von Stephanie Dittrich sorgte für die musikalische Umrahmung. Während die großen und kleinen Besucher die neuen Spielgeräte ausprobieren oder in gemütlicher Atmosphäre verweilen konnten, gab es vom Team der Gastwirtschaft "Zur Steinernen Hochzeit" und dem "Hollerweibla", Birgit Bauer, einen "keltischen Eintopf" in einem umweltfreundlichen Essgeschirr, nämlich aus Palmblättern. dr