Ludwigsstadt — Krista Tenberken aus Ludwigsstadt feierte 80. Geburtstag. Sie wurde in Moers am Niederrhein geboren, hat aber Wurzeln in der Rennsteiggemeinde, da ihre Großmutter väterlicherseits aus Ludwigsstadt stammte. Zu Kriegszeiten - ihr Vater wurde eingezogen und kehrte leider nicht mehr zurück - suchte Krista Tenberken zusammen mit ihren beiden Geschwistern und ihrer Mutter dann auch Schutz und Unterschlupf bei ihren Verwandten in Ludwigsstadt.
Wieder in ihre niederrheinische Heimat zurückgekehrt, führte sie dort nach dem Abitur der berufliche Weg in die Pharmazie und die Forschung. Große Verdienste erwarb sie sich um das Forschungsgebiet der Cytologie. Hierunter versteht man die Beurteilung von Zellen, die - mikroskopisch untersucht - auf eine Erkrankung hindeuten können. In der Gynäkologie ermöglichen die dabei genommenen Abstriche insbesondere die Früherkennung von Gebärmutterkrebs. Die Jubilarin baute als Schulleiterin maßgeblich eine staatlich anerkannte Lehranstalt für Cytologie in Düsseldorf mit auf, an der sie rund 300 Assistenten für gynäkologische Cytologie mit ausbildete. Später erarbeitete sie eine spezielle Ausbildung als Leitlinie zur Zertifizierung in diesem Berufsfeld Tätiger.
Nach dem viel zu frühen Tod ihres Ehemannes Karl-Heinz Tenberken im Jahr 1999 kehrte die Jubilarin wenig später zurück nach Ludwigsstadt, um in der Nähe ihrer Verwandten zu leben. Den Garten ihres Hauses hat sie vollkommen neu gestaltet, wobei sie das Hanggrundstück in mühevoller Handarbeit zum wahren Kleinod werden ließ. Von dessen Blütenpracht zeigten sich beispielsweise die Besucher des "Tags der offenen Gartentür" in Ludwigsstadt begeistert.
Neben dem Garten hat die Jubilarin, der man ihr Alter in keinster Weise ansieht, ein weiteres großes Hobby: die Musik. So singt sie im gemischten Chor des Gesangvereins 1865 Lauenstein, der von ihrem Schwager Frieder Apel geleitet wird.
Über 60 Jahre spielte sie Geige, zuletzt als Konzertmeisterin im Kronacher Cäcilia Kammerorchester. Dies ist ihr zwar mittlerweile nicht mehr möglich; dem Orchester ist sie aber weiterhin als passives Mitglied sehr verbunden. Ebenfalls Mitglied ist sie im örtlichen Obst- und Gartenbauverein wie auch im Siedlerbund.
Aufgrund ihrer herausragenden beruflichen Verdienste und ihrer geleisteten Aufbauarbeit ist sie Ehrenmitglied beim Verband Deutscher Cytologisch Tätiger Assistenten (VDCA), dem sie auch lange in der Vorstandschaft angehörte.
Die rüstige 80-Jährige, die sich größter Beliebtheit und Wertschätzung erfreut, konnte sich über viele Glückwünsche freuen. Für die Stadt gratulierte Bürgermeister Timo Ehrhardt.