Sebastian Schanz Das BMW-Autohaus Sperber am Berliner Ring ist das größte in ganz Oberfranken. Groß ist seit der Fertigstellung des modernen Neubaus 2018 auch die Gerüchteküche. Erst war von finanziellen Schwierigkeiten die Rede und zuletzt auch von einer Übernahme durch einen anderen Händler. Was ist an den Gerüchten dran?

"Gar nichts. Wir sind eigenständig", antwortet Markus Schnapp, einer der Geschäftsführer, auf Nachfrage unserer Zeitung. "Wir werden nicht gekauft und haben auch keinerlei Ansinnen in diese Richtung", stellt er klar. "Wir sind auch finanziell in keiner Schieflage, sondern haben für 2020 ambitionierte Ziele und sind auf einem guten Weg, diese auch zu erreichen."

Der neue, 20 000 Quadratmeter große Standort in Bamberg hat die aufgegebenen Standorte am Kunigundendamm und in der Emil-Kemmer-Straße in Hallstadt gebündelt. 2019 gab Sperber auch den Ursprungsstandort Reckendorf auf. Kundenzentrum, Verwaltung, Servicebereich, Autowerkstatt: Die Zentralisierung ist für das Unternehmen eine auf Jahrzehnte angelegte Großinvestition. "Wir wollen ein guter Dienstleister für unsere Kunden sein und auch ein guter Arbeitgeber", erklärt der Geschäftsführer. Nach einigen Abgängen bemüht sich das Autohaus um gute Stimmung in der Belegschaft. Woher kommen die Gerüchte? Vielleicht aus dem Norden: Dort hat der große BMW-Händler Rhein die BMW-Autohäuser Herrnleben in Bayreuth und Kulmbach sowie Degner in Hof und Naila übernommen. Mit Bamberg habe das nichts zu tun, betont man dazu bei Sperber.