Einmal im Jahr, am Sonntag nach Fronleichnam, hat der "Pfaff‘m-Altar" seinen großen Auftritt. Beim Forsthaus aufgestellt ist er eine der vier Stationen der Wallenfelser Flurprozession. Schimmel, Holzwürmer und Kratzer haben dem neugotischen Schmuckstück allerdings stark zugesetzt. Besonders an den Verzierungen hat der Zahn der Zeit genagt.
Infolgedessen entschlossen sich Ortsheimatpfleger Franz Behrschmidt und die Pfarrei Wallenfels als Eigentümer, den Altar restaurieren zu lassen. Die anfänglich veranschlagte Summe von knapp 5000 Euro stellte sich jedoch als zu niedrig heraus. Grund dafür war der Fund einiger fehlender Teile in der Scheune, in der der Altar gelagert wurde. Mit dem Fund erhöhte sich auch der für die Restaurierung erforderliche Betrag auf 7520 Euro.


Spendentopf gemeinsam gefüllt

Ein Großteil der Summe wurde von den vorherigen Eigentümern, den Familien Gleich und Stumpf, beigetragen. Auch Spenden von Soldatenkameradschaft und Flößergemeinschaft, und weiteren Privatleuten kamen dazu. Den Deckel auf die "Spendenbox" machten die Ministranten, die den Erlös ihrer jährlichen Tombola auf dem Weihnachtsmarkt von 450 Euro dazugaben. Damit wurde die erforderliche Summe erreicht und die Restaurierung des circa 140 Jahre alten Altars kann beginnen.
"Die erfahrene Restauratorin Petra Zenkel-Schirmer aus Kronach wird den 'Pfaff‘m-Altar' wieder strahlen lassen", gibt sich Ortsheimatpfleger Franz Behrschmidt zuversichtlich und freut sich über das Engagement der Wallenfelser. Der "Pfaff'm-Altar" sei ein "altes Schmuckstück, ein Teil der Wallenfelser Tradition." Dieses Schmuckstück soll pünktlich zum Flurumgang 2018 nun wieder in altem Glanz erstrahlen. sd