Als eine der kleineren Gemeinden ist Ludwigschorgast in der glücklichen Lage, noch einen Hausarzt zu haben. Seit 1994, also über 25 Jahre, betreibt Thomas Heinl eine gut funktionierende Praxis im alten Rathaus. Wie aber geht es einmal weiter angesichts des drohenden Ärztemangels auf dem Land? Darüber hatte sich der SPD-Ortsverein Gedanken gemacht, dem der Erhalt der ärztlichen Versorgung vor Ort sehr wichtig ist.

Bei einer Zusammenkunft mit den Gemeinderatskandidaten im Gasthof Schicker berichtete Vorsitzender und Gemeinderat Tobias Braunersreuther über ein Gespräch mit Heinl, der sich vorstellen könnte, noch rund sechs Jahre bis zum Erreichen der Altersgrenze in seiner Praxis tätig zu sein. Ihm gegenüber habe der Mediziner Kritik an der zunehmenden Bürokratie und der Gesetzesflut durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geübt, die die Arbeit der Ärzte massiv erschwere. "Ich wünsche mir von der Politik eher Vorgaben mit Maß und Ziel", habe er gesagt. Weil die vom bayerischen Landtag beschlossene Landarztquote frühestens in zehn Jahren greifen werde, bat Braunersreuther den Arzt, alles dafür zu tun, um einen nahtlosen Übergang zu einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin zu ermöglichen. Die Unterstützung des SPD-Ortsvereins sei ihm dabei sicher.

Keine Frage, Glasfaser ist Zukunft. Der weitere Breitbandausbau in Ludwigschorgast ist daher erklärtes Ziel der SPD. Es gehe darum, Bereiche im Ort zu versorgen, die bislang nicht voll umfänglich vom schnellen Netz profitieren konnten. Eine Verbesserung der Bandbreite würde man erreichen, indem die Glasfaserleitung bis ins Gebäude verlegt wird.

Welche Bäume stehen im Wald der Zukunft? Ein Thema, das aufgrund der Klimaextreme auch Ludwigschorgast betrifft. In der Diskussion wurde der Umbau in stabile Mischbestände genannt. "Hier sehe ich auch die Gemeinde als Waldbesitzer in der Pflicht, denn der Wald als Ökosystem mit seinen Schutzfunktionen und Erholungswert ist im Interesse der Allgemeinheit", sagte Braunersreuther. Und Gemeinderat Klaus-Peter Kugler ergänzte: "Waldpflege ist Arbeit für Generationen."

Was man auch wolle, sei ein zeitgemäßer und zielgerichteter Dialog mit jungen Mitbürgern, die heute anders angesprochen werden müssten, um sie zu erreichen. Die beste Möglichkeit sah der 20-jährige Simon Roth in der Nutzung der sozialen Medien. red