Der Andrang war groß bei der Vernissage "Kunstbegegnungen am Kanal" im Hause Karstadt im Rahmen der Ausstellungsreihe "Kunst im Treppenturm". "Verbinden // Trennen - Kunstbegegnungen am Kanal" lautet der vollständige Titel der Skulpturenschau mit Modellen und Entwürfen von acht Kunstschaffenden aus vier europäischen Ländern.

Angestoßen wurde dieses Projekt bereits im Herbst 2017 durch den Landkreis, der mit der Bamberger Künstlerin Rosa Brunner als Kuratorin ein gleichnamiges Bildhauersymposium veranstaltet hat. Aufgabe der damals während der "Internationalen Wochen" in Schloss Sassanfahrt tätigen Kunstschaffenden war es, im Dialog mit den Besuchern Konzepte für einen Skulpturenweg zu erarbeiten, der entlang des Main-Donau-Kanals zwischen Bamberg und Forchheim entstehen soll.

Die seinerzeit entworfenen Skulpturen, so Landrat Johann Kalb (CSU) in seiner Grußrede am Eröffnungsabend, können allerdings erst dann in Originalgröße geschaffen und aufgestellt werden, wenn sich genügend Sponsoren für das Projekt "Kunstbegegnungen am Kanal" gefunden haben. Ein positives Signal sei, berichtete der Landrat weiter, in diesem Zusammenhang bereits von den meisten anrainenden Städte und Gemeinden ausgegangen, deren Gremien ihre Finanzierungsbeteiligung inzwischen beschlossen haben.

Wie hochkarätig sich die Arbeiten der projektbeteiligten Künstler ausnehmen, erläuterte der Kurator der Ausstellungsreihe "Kunst im Treppenturm", Matthias Liebel, in seiner Einführungsrede. Kunstschaffende aus Deutschland, Italien, England und den Niederlanden sind mit ihren Entwürfen an dem Skulpturenweg beteiligt. "Besonders freut es mich", so Liebel, "dass mit Adelbert Heil, dem Großmeister kleinplastischer Werke, auch ein Bamberger Bildhauer in dieses Vorhaben eingebunden ist" und dass dieser die Gelegenheit erhalte, eine überlebensgroße Plastik auszuführen.

Die bei "Kunst im Treppenturm" ausgestellten Entwürfe decken die ganze Bandbreite zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion ab. Sie alle thematisieren, jede auf ihre Weise, sowohl verbindende Aspekte des Main-Donau-Kanals, etwa seine Bedeutung als Bindeglied zwischen Nordsee und dem Schwarzen Meer, als auch Aspekte des Trennens, beispielsweise die Scheidung des rechten Kanalufers vom linken.

Die Ausstellung kann noch bis 15. Juni während der Geschäftszeiten des Bamberger Karstadt-Hauses besichtigt werden. red