Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich 400 Gäste im Awo-Sozialzentrum und feierten mit der Awo deren 100-jähriges Bestehen. Steffen Coburger gab einen Einblick in die Geschichte der Awo.

Er erinnerte an Marie Juchacz, die die maßgebliche Gründerin der Arbeiterwohlfahrt war. Sie rief 1919 den Verband mit dem Ziel ins Leben, die Interessen von Arbeitern zu vertreten und besonders in den Nachkriegsjahren Menschen in Not zu einem selbstbestimmten und würdevollen Leben zu verhelfen.

222 000 Mitarbeiter

Rund 222 000 hauptamtliche Mitarbeiter sind heute in 18 000 Einrichtungen der Awo in Deutschland beschäftigt und setzen sich insbesondere für kranke, alte Menschen und Menschen mit Behinderung ein. Eine Wanderausstellung der Awo lud die Gäste ein, sich näher über den Werdegang des Verbands zu erkundigen.

Das Rahmenprogramm startete mit dem gemeinsamen Chorauftritt der "Awo-Lerchen" und des MGH-Chors Michelau unter der Leitung von Willy Lutter und Katharina Mechtold. Mit Heimat- und Seemannsliedern brachten sie die Zuhörer zum Schunkeln. Abgelöst wurde der Chor von der Band "Sunshine" des Fachdienstes für seelische Gesundheit Lichtenfels. Karin Schütz hatte die Band aus einer Gruppe von Menschen mit Behinderung ins Leben gerufen.

Bei Hausführungen durch das Awo-Sozialzentrums konnten die Gäste den hellen Neubau bestaunen, besonders das Interesse an den sanierten Wohnungen für das betreute Wohnen im Altbau war sehr groß. Die Tagespflege präsentierte ihr Angebot für ihre Gäste bei Bewegungsübungen und die Sozialstation bot Blutdruckmessen an. Das Wohnheim Haus am Rosenberg in Kronach verkaufte selbst gebastelte Dekoration und liebevoll gestaltete Geschenke. Mit seinem Vortrag über tiergestützte Therapie informierte der Fachdienst für seelische Gesundheit in Kronach über sein Angebot und die Möglichkeit, Menschen seelische Unterstützung zu bieten. Ein Höhepunkt war das Bogenschießen. Jugendliche und manche Erwachsene bewiesen dabei Treffsicherheit. red