Bereits im September 2017 hat sich der Gemeinderat für vorbereitende Untersuchungen zur Ausweisung eines innerörtlichen Sanierungsgebietes als Förderkulisse ausgesprochen. Damit sollen Voraussetzungen sowohl für kommunale, als auch private Bau- oder Sanierungsmaßnahmen geschaffen werden. Die inzwischen von einem beauftragten Stadtplanungsbüro inszenierte schriftliche Bürgerbefragung von rund 200 betroffenen Grundstückseigentümern fand allerdings nur geringes Interesse: Lediglich 17 Prozent der verschickten Fragebogen kamen ins Rathaus zurück. Besser besucht war ein interner Infoabend. Darüber informierte Bürgermeister Michael Keilich die drei Fraktionen.
Weil funktionaler und gestalterischer Handlungsbedarf über den Ortskern hinaus gegeben ist, befasste sich das Gremium in öffentlicher Sitzung mit der Erweiterung des Untersuchungsgebietes. Zur zentralen historischen Ortslage im Umgriff des ehemaligen Klosterbezirks samt Erweiterung entlang der Allee wird jetzt auf einstimmigen Beschluss eine Erweiterung auf das sogenannte "Unterdorf" eingeleitet. Lediglich das Neubaugebiet am Dorfberg ist ausgeklammert. "Da sehen wir keine städtebaulichen Missstände" kommentiert der Bürgermeister.
Ohne Gegenstimmen befürwortete der Gemeinderat den Vorschlag der Verwaltung, eine Teilfläche der Neuensorger Straße auf 110 Meter Strecke als öffentliche Verkehrsfläche auszuwidmen. Die knapp 1500 Quadratmeter haben nach Ausführungen der Bauverwaltung ihre ursprüngliche Verkehrsbedeutung verloren.
Als Nachfolger für den bereits 2011 ausgelaufenen Konzessionsvertrag für das Gasversorgungsnetz im gesamten Gemeindegebiet entschied sich der Gemeinderat auf Vorschlag der Hauptverwaltung einstimmig für eine Neuauflage mit dem einzigen Anbieter Bayernwerk Netz. Die Laufzeit bis zum 30. Juni 2038 ist langfristig fixiert.
Mit einem Bauverfahren, das Anlieger kaum belastet, soll die Breitbandversorgung in der Stammgemeinde und ihren Ortsteilen vorangetrieben werden. Siegbert Reuther informierte den Gemeinderat über das Ergebnis des Auswahlverfahrens und legte damit die Grundlage zur tabulosen Zustimmung zur Planvorlage. Im Tiefbau sind mehr als 5000 Meter Rohrleitungen und Glasfaser Verbindungskabel "bis in die Wohnungen" zu verlegen. Von der Regierung von Oberfranken wird auf Antrag eine Förderung in Höhe von 435 000 Euro erwartet. Der kalkulierte Eigenanteil der Kommune für die Maßnahme ist mit mehr als 100 000 Euro veranschlagt. Obwohl die Realisierung eines Masterplans zum Förderverfahren Bund bis 2015 reicht, sollte sich - so der Referent - die Kommune die Möglichkeit eines vorzeitigen Baubeginns offenhalten.


Beim Haushalt vorsichtig agieren

Vorsichtiger, als zum Jahresbeginn erwartet, muss Sonnefeld bei den Ausgaben im Rahmen des Haushalts agieren. Kämmerer Heiko Lech redete von sparsamer und wirtschaftlicher Finanzpolitik im Rahmen des Halbjahresbericht über die Finanzlage. Bei einem Haushaltsvolumen von mehr als zehn Millionen Euro sind nur noch mit 2,5 Millionen erwarteten Einnahmen aus der Gewerbesteuer der Grund. Damit wird der ursprüngliche Haushaltsansatz um 500 000 Euro unterschritten.
"Die übrigen Steuereinnahmen wie auch Einnahmen aus dem kommunalen Finanzausgleich erreichen nahezu die Haushaltsansätze bzw. Übersteigen diese", fügte der Kämmerer beruhigend hinzu. Von veranschlagten 1,64 Millionen für Tiefbauprojekte wurden beispielsweise bis zur Jahresmitte lediglich 432 000 Euro ausgegeben.