Gott sei Dank! Oder besser gesagt Nebel-Mahrs sei Dank, dass sie wiederkommen und dem Dorfladen neues Leben einhauchen. Der Zustrom in den ersten Tagen ist mehr, als nur der wiedergewonnenen Einkaufsmöglichkeit geschuldet. Wer die herzlichen Umarmungen und freundlichen Worte registriert, merkt, dass hier eine besondere Verbindung besteht. Die basiert wohl weniger auf Dauertiefstpreisen. Die kann so ein kleines Geschäft gar nicht bieten, wenn es halbwegs existieren will. Dafür bekommt der Kunde hier etwas gratis, was sich heute kein Discounter wirklich leisten kann oder will: Herzlichkeit, Anteilnahme, Interesse am Menschen im Kunden. Deswegen strömen die Menschen.
Dieser Einkaufsmarkt ist gerade für die Älteren auch zum Kommunikationszentrum geworden: Man kommt gerne, man spricht mit einander und mit den Betreibern. Genau das ist die Stärke des Ebracher Geschäftes und der ähnlichen, die überlebt haben. Dieses persönliches Einkaufserlebnis, das einem hier beschert wird, sollte man wertschätzen und nicht nur das erwerben, was einem gerade mal so ausgegangen ist. Den Betreibern ist zu wünschen, dass der Kundenstrom der Anfangstage anhält und sie viele Jahre lang trägt. Auf diese Weise wäre allen geholfen. Wir brauchen solche Läden auf dem Land und in der Stadt.