Rund fünf Kubikmeter Müll sammelten rund 40 Kinder und Erwachsene, die sich am vergangenen Wochenende an der Waldsäuberungsaktion in Eltmann beteiligten. "Es ist fast wie eine Schatzsuche, nur dass der gefundene Schatz nicht so toll ist", brachte Hannah Albert die Erfahrung der Teilnehmer auf den Punkt. Alle waren erschrocken über die Menge an Müll, die sie in nur zweieinhalb Stunden fanden, hatten aber auch Spaß dabei und wollen die Aktion gerne im nächsten Jahr wiederholen.


In Gruppen ausgeschwärmt

Viele Fastfood-Verpackungen, Flaschen, ein ganzer, noch eingeschweißter Schinken und sogar ein Wildschwein-Kieferknochen landeten im großen Container. Der Stadtförster Christian Bartsch freute sich über die starke Truppe, die er am Morgen an den Start schickte, und gab eingangs ein paar Informationen über den Eltmanner Stadtwald bekannt. In Gruppen schwärmten die Teilnehmer dann aus.


Bewusstsein für die Natur

Joachim Stark hatte die Aktion initiiert, an der sich der CSU-Ortsverband, der Teenie-Chor der Sängerlust und die Jugendfeuerwehr Eltmann beteiligten. "Wir wollen den Kindern und auch den Erwachsenen wieder mehr das Bewusstsein für Natur und Umwelt vermitteln. Es ist erschreckend, was sich im Laufe eines Winters an Unrat am Straßenrand und im Wald ansammelt", sagte Stark. Er fand viel Unterstützung: Die Stadt Eltmann begrüßt die Aktion natürlich und übernimmt die Entsorgungskosten des Abfalls. Diese sind etwas geringer als üblich, da die Firma Eichhorn den Container kostenlos zur Verfügung stellte. Die Feuerwehr sicherte die Sammler an den Straßen ab, und natürlich gab es abschließend eine Brotzeit, gesponsert von der Metzgerei Hornung, Getränke Wiesneth sowie dem "Backhäusla" Eltmann.
Bürgermeister Michael Ziegler dankte allen Teilnehmern und war beeindruckt von der Begeisterung, mit der vor allem die Kinder am Werk waren. Sie fragten gleich nach, ob man die Aktion nicht im Frühjahr 2019 wiederholen könne. sw