Das Osterbrunnenteam und das evangelische Bildungswerk Fränkische Schweiz (EBW), Bereich Kirche und Tourismus, haben bei ihrer Aktion "Osterbrunnenquiz" erfolgreich zusammengearbeitet. "170 Rückmeldungen haben wir erhalten", freute sich Gertrud Wiesheier, Zweite Vorsitzende des EBW.
Wie kann man den Osterbrunnen mit der Erwachsenenbildung verbinden, wie die Tradition auch für Familien mit Kindern interessant gestalten? Diese Fragen standen am Anfang des Projekts. Die Osterbrunnen einzubringen, war auch der Gedanke von Dekanin Berthild Sachs. Wiesheier, die schon immer ein Fan des Kleingeseer Osterbrunnens war, hatte dann die Idee, das mit einem Quiz zu verbinden.
"Wie viele Grimms Märchen sind am Brunnen zu sehen? Wie viele Eier mit roten Zipfelmützen sind am Brunnen? Welches Märchen wird am Feuerwehrhaus dargestellt?" - so lauteten einige der Fragen, die richtig beantwortet werden mussten. "140 haben das Quiz richtig gelöst", informiert Wiesheier. Aus ganz Bayern wurden Lösungen eingereicht, aber auch aus Dresden oder Berlin kamen Rückmeldungen, eine sogar aus Schweden. Der positive Nebeneffekt des familiären Angebots: "Der Brunnen wurde sehr achtsam angeschaut", erzählt die Zweite Vorsitzende. Mehr noch: Die Kinder sangen das Hänsel-und-Gretel-Lied, und überhaupt fand der Brunnen mehr Zulauf.
Doch damit ist die Erfolgsgeschichte noch nicht zu Ende. "Es bekam eine Eigendynamik und ist faszinierend, wie Kooperationen stattfinden können", freut sich Wiesheier, denn eine Märchenerzählerin war auch am Brunnen und bot an, Märchen beispielsweise bei dem neu eröffneten Wally-Maus-Weg zu erzählen, beispielsweise in der Theaterhöhle. Die Märchen eignen sich auch für Demenzkranke und so könnte damit ein neues Angebot im Bereich Seniorenarbeit gestartet werden.
Die Besucher waren begeistert von der Kreativität der Brunnenschmückerinnen und teilten das Lob auch auf den Lösungszetteln des Quiz mit. Vor allem die liebevoll bis ins kleinste Detail gestalteten Figuren hatten es einigen Besuchern angetan. "Frau Holle und Rapunzel haben ein neues Zuhause gefunden", sagt Wiesheier. Beide Figuren wurden verkauft, auch das Hexenhaus. Damit kann die Tradition für die Zukunft gesichert werden. Am 8. Mai werden bei der Mitgliederversammlung des EWB Fränkische Schweiz in Forchheim ab 20 Uhr die Gewinner gezogen.